
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
schon wieder ein Jahr rum, schon wieder hat gestern die Kirchweih in Weißenburg gestartet – aus diesem Grund möchte ich heute erneut den passenden Gerstensaft verkosten: Und zwar das Weißenburger Kirchweihbier 2026 der Brauerei Pröls aus dem Herzen der gleichnamigen Kreisstadt in Mittelfranken. Bereits im vergangenen Jahr hatte ich an dieser Stelle Mitte August die 2025er Kirchweih-Gebräu für dieses seit dem 14. Jahrhundert gefeierte Volksfest präsentiert – umso mehr bin ich gespannt auf die diesjährige Ausgabe.
Beim Eingießen zeigt das Weißenburger Kirchweihbier 2026 der Brauerei Pröls jedenfalls schon mal einen Unterschied zum Vorjahr, denn es steht heuer in einem filtrierten Bernstein im Glas. Eine mittelstabile, feinporige Schaumkrone rundet den festlichen Auftritt ab. In dem mit 5,5 Volumenprozent Alkohol eingebrauten Sud steigen nicht allzu viele Kohlensäurebläschen auf, was von niedriger Rezenz kündet. Können Geruch und Geschmack mit der Optik mithalten?
Auf jeden Fall, denn die Nase umweht sehr bald ein schöner Malzduft nach Roggenkruste, Nüssen und Toffee bis fast Marzipan, was sofort ordentlich Lust auf den Antrunk macht. Ebenjener beschert den Geschmacksknospen vor allem kräftige Aromen von Nüssen und Toffee bei einer minimalen Säure. Im malzig-säuerlichen Körper dominieren weiter die Aromen von ungerösteten Nüssen, aber es gesellen sich auch Noten von Roggenkruste, Toffee und Marzipan hinzu – halt so, wie es schon eingangs roch. Fruchtig und auch süßlich wird’s nicht; im Abgang rundet eine leichte und eher zurückhaltend-florale Hopfennote das Gebräu ab.
Das Weißenburger Kirchweihbier 2026 der Brauerei Pröls gefällt mir dank seines nussig-malzige Potpourri extrem gut – wirklich mega!
Hätte das Bier noch einen Ticken mehr Hopfen als Gegengewicht zum Malz, wäre es glatt ein perfektes Gebräu, meiner bescheidenen Meinung nach…
In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Weitere Informationen: Brauerei Pröls