
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
nach dem diesjährigen Jahrgangsbier vor wenigen Wochen gibt’s heute einen weiteren Sondersud aus Mittelfranken: Die Rede ist vom Baustelle Kammerbier von Landwehr Bräu aus Reichelshofen, einem Ortsteil der Gemeinde Steinsfeld im Nordwesten des mittelfränkischen Landkreises Ansbach. Es handelt sich hier mal wieder um ein Mitbringsel meines rheinischen Kumpels Alexander Rheindorf, der mehrmals im Jahr in Franken weilt und mir auch immer wieder spezielle Sude mitbringt. Die Brauerei hat das Bier offenbar exklusiv für die Ansbacher Kanmerspiele gebraut – siehe diesen Kommentar in der Frankenbier-Gruppe auf Facebook.
Im Willibecher zeigt sich dieses Baustelle Kammerbier von Landwehr Bräu in einem filtrierten Hell-Bernstein; obendrauf geziert von einer mittelstabilen, feinporigen Schaumkrone. Zahlreiche aufsteigende Kohlensäurebläschen verraten eine mindestens mittlere Rezenz dieses mit 4,9 Volumenprozent Alkohol ausgestatteten Gebräus. Ein optisch zumindest mal sehr viel versprechendes fränkisches Helles. Kann es dieses Versprechen und geruch- und geschmacklich einlösen?
Die Nase wittert jedenfalls alsbald nach dem Eingießen einen Lagerbier-typischen Duft nach Malz und Brot mit etwas Maische dahinter. Der Antrunk liefert dann einen eher milden Malzschwall ohne nennenswerte Süße. Im getreidigen Körper weiten sich die Malzaromen etwas in Richtung Weißbrot, Brotkrume und Maische, ehe im Abgang eine geringe und dabei auch nur leicht florale Hopfenbittere übernimmt.
Das Baustelle Kammerbier von Landwehr Bräu präsentiert sich als eher schlankes und dabei süffiges Lager ohne größeren Trinkwiderstand, aber auch „a weng“ unspektakulär.
Im jetzt langsam ausklingenden Sommer läuft es aber natürlich sehr gut…
In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Weitere Informationen: Landwehr-Bräu