
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
heute ist mal wieder ein Ritter mit Schild und Schwert bei mir auf dem Balkon im Kölner Süden aufmarschiert: Denn auch das Hefe-Weizen von Held-Bräu aus Oberailsfeld im Ahorntal im westlichen Teil des Landkreises Bayreuth trägt ebenjenes stilisierte Logo. Das letzte Gebräu jener Brauerei aus dem Herzen der Fränkischen Schweiz habe ich hier im September 2025 vorgestellt, also vor ziemlich genau einem Jahr.
Also mal wieder den Weißbier-Kelch aus dem Regal genestelt, in dem sich das Hefe-Weizen von Held-Bräu zunächst in einem unfiltrierten Bernstein präsentiert, abgerundet von einer mittelstabilen, mittelporigen Schaumkrone obendrauf. Im trüben Sud treiben dennoch erkennbar Kohlensäurebläschen nach oben, was auf mindestens mittlere Rezenz hindeutet. Beim Alkohol sind hier sogar überdurchschnittliche 5,4 Volumenprozent mit an Bord. Zeigt sich dieses Obergärige ähnlich herausragend wie seine untergärigen Brauereigeschwister?
Die Nase wittert bald nach dem Eingießen einen leichten, aber sehr angenehmen Duft nach Hefe und Banane mit leichter Säuerlichkeit dahinter. Beim Antrunk schwappt ein hefetypischer Malzschwall mit etwas Banane, aber auch schon Nelkenaromen über Zunge und Gaumen. Im hefig-säuerlichen Körper halten sich die wirklich wenig bananigen Frucht- und die nelkigen Würzaromen sehr gut die Balance. Beim Abgang rundet eine etwas stärker als gewöhnliche, aber immer noch eher florale Hopfenbittere das Gebräu ab.
Das Hefe-Weizen von Held-Bräu erweist sich als recht sortentypisches, aber gleichwohl leckeres und gut laufendes Weißbier – top.
Als erklärter Held-Fan hat es mich wirklich gefreut, endlich mal wieder ein Gebräu mit dem Ritter-Logo verkosten zu können – wird echt Zeit, auch mal vor Ort vorbei zu schauen…
In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Mehr Informationen: Held-Bräu