
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
zwar ist die dortige Sommer-Kirchweih schon einige Zeit vorbei, aber bei 28 Grad Ende September in Köln passt dieser Sud dennoch ganz hervorragend: Die Rede ist vom Huppendorfer Export der Brauerei Grasser aus Huppendorf bei Königsfeld im östlichen Teil des Landkreises Bamberg. In diesem Jahr fand die Huppendorfer Sommerkerwa vom 30. Juli bis zum 3. August 2026 statt; das Export ist das traditionelle Kerwa-Festbier vom Grasser. Mein Stammbier-Dealer Beerolution hat es Ende August hereinbekommen – zum Glück, denn für mich ist es eine Premiere.
Also mal wieder den Braustätten-Willibecher aus dem Regal genestelt, in dem sich das Huppendorfer Export der Brauerei Grasser in einem filtrierten Hell-Bernstein direkt von seiner besten Seite zeigt. Obendrauf wird der mit 5,4 Volumenprozent Alkohol ausgestattete Sud von einer mittelstabilen, feinporigen Schamkrone geziert; darunter steigen einige Kohlensäurebläschen auf, was zumindest von einer mehr als niedrigen Rezenz kündet. Wie bei allen Grasser-Bieren freue ich mich schon aufs Anschnuppern und Anschmecken.
Und das völlig zurecht, denn die Nase umweht bald nach dem Eingießen ein verlockender Duft nach Malz und Biskuit mit leichter Honig- und Karamellnote dahinter. Der Antrunk liefert ein üppiges Malzpotpourri samt ordentlicher Honigsüße dahinter. Im getreidigen Körper gesellen sich zu den Malznoten nach Weißbrot und Biskuit auch einige Fruchtaromen nach grünem Apfel samt einer sogar noch etwas kräftiger werdenden Honigsüße. Im Abgang rundet eine maximal mittlere und eher florale Hopfenbittere das Gebräu ab.
Das Huppendorfer Export der Brauerei Grasser präsentiert sich als super-süffiges, auf der malzig-süßglichen Seite eingebrautes Kerwa-Bier – sehr lecker!
Ich vermute, vom Fass gibt’s dieses Gebräu nur vor Ort – was ja geradezu nach einem Besuch der Huppendorfer Sommerkerwa schreit…
In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Jooß & Alaaf us Kölle!
Mehr Informationen: Brauerei Grasser – Huppendorfer Bier