#295: Das Räuberchen Dunkel der Spessart-Brauerei aus Kreuzwertheim in Unterfranken

Bierprobe Räuberchen Dunkel der Spessart-Brauerei von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

am heutigen Ostersamstag ein weiteres Bier, dessen Brauereibruder ich zuletzt vor mehr als einem Jahr verkostet habe: In der heutigen Bierprobe auf meinem Balkon im Kölner Süden steht das Räuberchen Dunkel der Spessart-Brauerei aus Kreuzwertheim im südlichen Teil des unterfränkischen Landkreises Main-Spessart im Zentrum der Begierde. Den „hellen Räuber“ gab’s an dieser Stelle im März 2024.

Verstecken muss sich da auch dieses Gebräu nicht, ganz im Gegenteil: Im Glas kleidet sich das Räuberchen Dunkel der Spessart-Brauerei in ein filtriertes, dunkel-kupferfarbenes Gewand. Die stabile, aber eher mittelporige und auch nur ansatzweise cremefarbene Schaumkrone rundet den optisch ansprechenden Auftritt ab. Im wirklich sehr dunklen Sud sind kaum bis keine Bläschen erkennbar, was für eine niedrige Rezenz spricht. Der Alkoholgehalt des Gebräus mit 5,0 Volumenprozent Alkohol durchschnittlich. So weit, so sortentypisch – gilt das auch für Geruch und Geschmack.

Die Nase erschnuppert einen kräftigen Röstmalzduft nach Schwarzbrot und Salmiak. Der Antrunk beschert Zunge und Gaumen einen sehr kräftigen Schwall von Röstmalzaromen ohne nennenswerte Süße. Im leicht säuerlichen Körper zeigen sich kräftige Aromen von Schwarzbrot, dunkler Schokolade und Lakritz – so ganz in Richtung Salmiak geht’s dann doch nicht. Auch setzt hier eine ganz ordentliche, mittlere Hopfenbittere ein, so dass es nie Richtung Malzbonbon kippt. im Abgang bindet der Hopfen das Gebräu auf floral drehend ab.

Das Räuberchen Dunkel der Spessart-Brauerei zeigt sich als kerniges und typisches fränkisches Dunkel, das sehr gut gefällt.

Die Braustätte geht zurück auf das Gasthaus zum „Goldenen Löwen“ am Standort der heutigen Brauerei, das im Jahr 1741 erstmals schriftlich erwähnt wurde. Die offizielle Gründung, damals als Brauerei Lutz, datiert auf das Jahr 1887. In den 1970er Jahren erfolgte die Umbenennung in Spessart-Brauerei, die nach Recherchen der Regionalredaktion Main-Post auf einen Jahresausstoß von 30.000 Hektolitern kommt.

In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!

Weitere Informationen: Spessart-Brauerei

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert