#323: Das Räuberchen Pils der Spessart-Brauerei aus Kreuzwertheim in Unterfranken

Bierprobe Räuberchen Pils der Spessart-Brauerei von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

in der heutigen Bierprobe auf meinem Balkon im Kölner Süden kredenze ich ein weiteres Pilsener: Und zwar das Räuberchen Pils der Spessart-Brauerei aus Kreuzwertheim im südlichen Teil des unterfränkischen Landkreises Main-Spessart. Den tollen „dunklen Räuber“ und das kernige Helle jener Braustätte habe ich bereits verkostet.

Tatsächlich steht auch das Räuberchen Pils der Spessart-Brauerei in einem filtrierten Goldgelb sehr verlockend im Glas; obendrauf aberundet von einer Pils-typisch sehr stabilen, feinporigen Schaumkrone. Ausweislich der wenigen Kohlensäurebläschen verfügt der mit 4,9 Volumenprozent Alkohol ausgestattete Sud über eine nicht allzu hohe Rezenz. Nun bin ich gespannt aufs Anschnuppern und Anschmecken.

Die Nase umweht bald nach dem Eingießen ein leicht malziger Duft mit schönen, aber nicht zu aufdringlichen Noten von Gras und Heu. Diese setzen sich auch im Antrunk durch, denn ebenjener liefert nur wenig Malz, aber ein schönes, mittelkräftig ausgeprägtes Bouquet von Hopfenaromen samt mittlerer Bittere. Im schlanken Körper zeigen sich die Malzaromen nur noch gelegentlich, hier dominiert der leckere und immer noch nicht zu kräftige Hopfen, was mir gut gefällt. Typisch für viele fränkische Pilsener dreht der Hopfen im Abgang auf floral und hallt noch ein wenig nach.

Das Räuberchen Pils der Spessart-Brauerei präsentiert sich als lecker-süffiges und gut trinkbares Pilsener – definitiv in der Oberliga.

Auch mit diesem Pils komme ich also gut parat. Die Brauerei wechselte in den vergangenen Jahren zwei Mal kurz hintereinander die Eigentümer: Ende 2020 verkaufte der langjährige Eigentümer Horst Müller mangels Nachfolger in der eigenen Familie die Braustätte an den Investor VBW Asset Trade Weihenstephan aus Freising. Im Mai 2021 verkaufte VBW die Spessart-Brauerei an Friedrich Wilhelm als geschäftsführenden Gesellschafter und Christian Meier als Immobilenbesitzer weiter.

In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!

Weitere Informationen: Spessart-Brauerei

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert