
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
zum heutigen 23. Juli, dem erst im Jahr 2022 eingeführten Tag der Rauchbierbewahrung, möchte ich einen passenden Spezialsud verkosten: Und zwar das Aecht Schlenkerla Märzen unfiltriert der Brauerei Heller aus Bamberg. Dabei handelt es sich laut Flaschenetikett um eine nach historischem Vorbild eingebraute unfiltrierte Sonderedition des hauseigenen Rauchbier-Klassikers Schlenkerla Märzen.
Also mal wieder den pittoresken Willibecher mit dem historischen Braustätten-Label aus dem Regal genestelt, in dem sich das Aecht Schlenkerla Märzen unfiltriert der Brauerei Heller naturtrüb und in einem auffälligen Dunkel-Bernstein zeigt. Auch dieses Gebräu verfügt wie alle Heller-Biere über eine äußerst stabile Schaumkrone. Eine nennenswerte Zahl aufsteigender Kohlensäurebläschen lässt der trübe und dunkle Sud kaum erkennen, was auf eine geringe Rezenz des mit 5,1 Volumenprozent Alkohol eingebrauten Sudes hindeutet. So weit, so Schlenkerla-typisch also.
Und genauso geht es mit einem recht kräftigen und zugleich schöner Rauchduft nach Schinken weiter; zugleich wittert die Nase aber auch Schlenkerla-Märzen-typische Beerennoten dahinter. Schon im Antrunk duellieren sich die Rauch- und Beerennoten aufs Vortrefflichste, das gefällt mir gut. Im leicht säuerlichen Körper gewinnen die Frucht-/Beerenaromen sogar irgendwann leicht die Überhand, auch wenn der Rauchflor bestehen bleibt. Im Gegensatz zu anderen Heller-Bieren ist die Hopfenbittere hier im Abgang aber nicht ganz so präsent.
Gleichwohl ist das Aecht Schlenkerla Märzen unfiltriert der Brauerei Heller ein schön komponiertes und komplexes Rauchbier, das mit gut gefällt.
Seit dem 11. Juli ist diese „Special Edition“ – übrigens ebenso wie das Helle Schlenkerla Märzen, das bereits der Verkostung in meinem Keller harrt – unter anderem direkt im Schlenkerla-Shop erhältlich…
In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Weitere Informationen: Hellerbräu Bamberg – Aecht Schlenkerla Rauchbier