#540: Das Greif Rotbier von Greif-Bräu aus Forchheim in Oberfranken

ierprobe Greif Rotbier von Greif-Bräu von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

dieses Gebräu wurde vor gerade mal rund drei Wochen zum Start der Fußball-WM Anfang Juni auf den Markt gebracht – umso stolzer macht es mich, dass ich es heute schon kredenzen kann: Die Rede ist vom Greif Rotbier von Greif-Bräu aus Forchheim, der Kreisstadt des gleichnamigen oberfränkischen Landkreises. Danke an dieser Stelle noch mal an meinen Kumpel Alexander Rheindorf fürs Überlassen.

Also endlich mal wieder den passenden Brauerei-Willibecher aus dem Regal befördert, in dem sich das Greif Rotbier von Greif-Bräu zunächst einmal sehr sortentypisch in einem filtrierten Bernstein zeigt, abgerundet von einer mittelstabilen, feinporigen Schaumkrone obendrauf. In dem mit 4,9 Volumenprozent eingebrauten Sud steigen einige Bläschen auf, was hier erstmals eher untypisch ist, aber auch auf mindestens mittlere Rezenz hindeutet. In welche Richtung entwickelt sich das Gebräu nun geruch- und geschmacklich?

Die Nase erschnuppert nun zunächst einen Rotbier-typischen Malzduft nach Roggenkruste und Beerenfrüchte mit einer grasigen Hopfennote dahinter. Der Antrunk liefert einen kräftigen Malzschwall mit Aromen von Beeren und grünem Apfel dahinter, plus eine recht früh einsetzende mittlere Hopfenbittere – beides gefällt mir gut. Im leicht säuerlichen Körper dividieren sich die Malzaromen etwas stärker auseinander, neben Roggenkruste, Beeren und grünem Apfel gibt es sogar einen Hauch von Marzipan, stets unterlegt von einer mittleren Hopfenbittere als schönem Kontrast. Diese dreht im Abgang noch etwas auf, hallt nach und bleibt länger auf Zunge und Gaumen haften.

Das Greif Rotbier von Greif-Bräu präsentiert sich als lecker-süffiges Gebräu mit einem tollen Malzpotpourri und schönem Hopfen-Gegengewicht.

Letzteres kommt aber weniger sortentypisch daher, als es die Optik vermuten lässt. Sprich: Das Gebräu ist weniger Rotbier-typisch als etwa die Pendants von Veldensteiner oder Schanzenbräu. Vielmehr erinnert mich das Greif Rotbier eher an fränkische Lager wie jene von Reichhold, Günther Bernstein oder 140er Aufsesser

In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!

Weitere Informationen: Brauerei Josef Greif

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