
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
eine Bierprobe leider mal wieder aus einem traurigen Anlass: Denn heute möchte ich das Lagerbier der Brauerei Hennemann aus Sambach verkosten, ein Ortsteil der Gemeinde Pommersfelden im südlichen Teil des oberfränkischen Landkreises Bamberg. Wie der stets gut informierte Georg Lechner Anfang Juli in einem Posting auf Facebook berichtete, hat die Braustätte gestern „aus Nachfolgegründen“ ihre Pforten geschlossen. Mein fränkischer Kumpel hat in seinem aktuellen Urlaub extra einen Abstecher zum Hennemann gemacht, um noch ein paar Biere zu besorgen – danke vielmals dafür!
In den bei jener Gelegenheit mitorganisierten Glaskrug ergießt sich das Lagerbier der Brauerei Hennemann in einem geradezu pittoresken unfiltrierten hellen Bernstein, obendrauf abgerundet von einer ziemlich stabilen, feinporigen Schaumkrone. Diese erfährt von unten von einer geradezu sprudelnden Kohlensäure ordentliche Unterstützung erfährt, was zugleich auf eine recht hohe Rezenz des mit 4,9 Volumenprozent Alkohol ausgestatteten Sudes hindeutet. Das lässt die Vorfreude aufs Anschnuppern und Antrinken doch spürbar ansteigen.
Die Nase über dem Gebräu wittert sodann einen sehr schönen Duft nach Malz und Getreide mit vernehmbarer Honignote dahinter. Der Antrunk liefert einen kräftigen Malzschwall ohne nennenswerte Süße, dafür gibt’s eine sehr früh einsetzende, mittelkräftige Hopfenbittere – was mir in dieser Kombination meist gut gefällt. Im getreidigen Körper differenzieren sich die Malzaromen weiter aus in Richtung Roggenkruste und Biskuit, dann und wann blitzt hier auch etwas Honigsüße hindurch – all das stets unterlegt von einer anhaltenden Hopfenbittere, die im Abgang vernehmbar nachhallt und länger auf Zunge und Gaumen haften bleibt.
So präsentiert sich das Lagerbier der Brauerei Hennemann als uriges und sehr typisches fränkisches Lager, das mit sehr gut gefällt.
Nach diesem tollen Lager bin ich umso mehr gespannt auf die zwei weiteren Hennemann-Biere, die ich noch im Keller stehen habe…
In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Weitere Informationen: Brauerei Hennemann