#533: Das Weismainer Hell der Weismainer Brauerei aus Weismain in der Fränkischen Schweiz

Bierprobe Weismainer Hell der Weismainer Brauerei von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

eigentlich habe ich diesen Sud schon mal verkostet, und zwar vor ziemlich genau drei Jahren: Die Rede ist vom Weismainer Hell der Weismainer Brauerei aus Weismain im südlichen Teil des oberfränkischen Landkreises Lichtenfels – und damit zugleich am Nordrand der Fränkischen Schweiz – gelegen. Bis vor kurzem fungierte die Braustätte noch als Püls-Bräu; als ich das Hell im Juli 2023 verkostet hatte – übrigens als Bier Nr. 15 in meinem Blog –, war der Verkauf der Betriebs an die Brauerfamilie Maisel aus Bayreuth gerade mal ein dreiviertel Jahr her. Vor kurzem hat nun der neue Eigentümer seinen Erwerb in Weismainer Brauerei umbenannt und auch die Biere umgelabelt. Geht damit auch eine Veränderung der Rezeptur einher?

Um das herauszufinden, das Weismainer Hell der Weismainer Brauerei flugs in einen Willibecher befördert, in dem es sich es sich geradezu pittoresk in einem filtrierten Goldgelb zeigt, geziert von einer mittelstabilen, feinporigen Schaumkrone obendrauf. Es steigen zwar ein paar Bläschen auf, aber das wirkt zumindest optisch nicht sehr rezent, Beim Alkohol ist der Sud mit 4,8 Volumenprozent ausgebraut, was schon mal ein leichter Anstieg gegenüber dem 4,6 Prozent des Püls-Vorgängers bedeutet.

Die Nase muss sich nicht sonderlich anstrengen, um den schönen und zugleich kräftigen Hellmalzgeruch nach Weißbrot und Biskuit mit leichter Zitrusnote dahinter wahrzunehmen. Der Antrunk liefert nur einen mittelkräftigen Malzschwall, aber auch wenig bis keine Süße. Im getreidig-schlanken Körper weiten sich die Malznoten etwas, zwischen Weißbrot und Biskuit blitzt dann und wann eine ganz leichte Honignote hindurch. Der Abgang ist hopfiger als erwartet, aber dennoch eher floral als bitter. Kurzum:

Das Weismainer Hell der Weismainer Brauerei präsentiert sich als gut laufendes und nicht allzu süßliches helles Lager.

Anders ausgedrückt: Das Bier hat sich im Vergleich zum Püls-Hellen etwas weiterentwickelt – vor allem der Körper scheint mir dank etwas mehr Alkohol weniger wässrig. So scheint mir das leicht veränderte Weismainer Hell der Weismainer Brauerei also durchaus gelungen…

In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!

Weitere Informationen: Weismainer Brauerei

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