
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
bei diesem Bier gilt mehr denn je „nomen est omen“: Denn heute will ich den Ritter Bier Quickie der Ritter St. Georgen Brauerei aus Nennslingen im Osten des mittelfränkischen Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen verkosten. Das Gebräu verdanke ich meinem guten fränkischen Kumpel, der es mir samt anderen Bieren direkt aus Altmühlfranken mitgebracht hat, jener Region rund 70 Kilometer südlich von Nürnberg entlang des gleichnamigen Donau-Nebenflusses. „Das schnelle Pilsla“ prangt hier vielversprechend auf dem vorderen Flaschenetikett.
Also mal wieder den kleinen 0,33-Liter-Willibecher aus dem Regal gekramt, in dem der Ritter Bier Quickie der Ritter St. Georgen Brauerei in einem filtrierten Goldgelb sehr Pils-typisch steht. Obendrauf eine mittelstabile, mittelporige Schaumkrone; eine durchaus ordentliche Zahl aufsteigender Bläschen kündet von mittlerer Rezenz. Beim Alkohol sind hier durchschnittliche 4,9 Volumenprozent mit an Bord. Kann denn dieser Pils-Schnellschuss auch geschmacklich etwa?
Zunächst verströmt der Sud einen grasig-hopfigen Duft mit ganz leichter Süßmalznote dahinter. Der Antrunk liefert den Geschmacksknospen aber nur Malzaromen ohne Süße sowie eine direkt einsetzende mittelkräftige Hopfenbittere. Im kräuterig-schlanken Körper zeigen sich neben schönen Getreidenoten auch Aromen von Gras und Heu, womit der Hopfen beweist, was er kann – was er ebenfalls im Abgang mittellang nachhallend macht.
Der Ritter Bier Quickie der Ritter St. Georgen Brauerei erweist sich als lecker-süffiges Pils, das mit gut gefällt.
Ein leckeres „Kleines“ also, wenn’s schnell gehen soll. Die markante Flaschenform heißt bei uns im Rheinland übrigens „Handgranate“ – wegen ihrer optischen Ähnlichkeit zu den sogenannten Stielhandgranaten aus dem Ersten Weltkrieg…
In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Weitere Informationen: Ritter-Bier