#177: Das Annafestbier von Greif-Bräu aus Forchheim in Oberfranken

Bierprobe Annafestbier von Greif-Bräu vob FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

nachdem ich es im vergangenen Jahr versäumt hatte, habe ich dieses Mal rechtzeitig vorgesorgt: Mit dem Annafestbier von Greif-Bräu aus Forschheim, der Kreisstadt des gleichnamigen oberfränkischen Landkreises, gibt’s heute das erste von zwei Spezialsuden anlässlich des größten Volksfestes in Franken in der Bierprobe. Zum alljährlichen Annafest im Kellerwald zu Forcheim – wo ich bisher leider noch nicht war, aber vor zwei Jahren immerhin einer meiner allerbesten Freunde – ist Greif als nur noch eine von drei örtlichen Brauereien neben Hebendanz und Neder natürlich gesetzt.

Im Brauerei-Glaskrug zeigt sich das Annafestbier von Greif-Bräu geradezu pittoresk in einem filtrierten Bernstein, obendrauf abgerundet von einer mittelstabile, feinporige Schaumkrone. Die erfährt zumindest von unten dank zahlreicher aufsteigender Bläschen Unterstützung erfährt, was mindestens auf mittlere Rezenz hindeutet. Beim Alkohol gibt’s ordentliche 5,3 Voluemnprozent. Nun bin ich wirklich gespannt, ob das Gebräu das optische Versprechen auch geruch- und geschmacklich einlösen kann.

Es geht jedenfalls sehr verlockend los, denn bereits die Nase wittert ein schönes Potpourri verschiedener Malznoten Richtung Nüsse und Marzipan mit einer ganz leichten Beerenfruchtigkeit dahinter. Der Antrunk beschert den Geschmacksknospen einen schönen Malzschwall ohne nennenswerte Süße; im getreidigen Körper können sich die Spezialmalzaromen von Toffee bis ins Marzipanige gehend – was ich bekanntlich sehr mag – plus eine leichte Beerenfruchtigkeit weiter entfalten. Der Hopfen verrichtet sein Werk erst vergleichsweise spät und steigt dann auch mit eher floralen Noten ein.

Das Annafestbier von Greif-Bräu präsentiert sich als süffige und sehr runde Kombination von Malz- und Hopfennoten – top!

In diesem Jahr hat das Annafest vom 25. Juli bis einschließlich 6. August rund 300.000 Besucher angezogen. Auf den 23 beteiligten Kellern wurden Biere von 14 verschiedenen Brauereien ausgeschenkt. Hoffe, ich schaffe es selber im kommenden Jahr endlich mal dort hin…

In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!

Weitere Informationen: Brauerei Josef Greif

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