
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
nach dem Urmärzen im Mai geht’s mit dem nächsten Bier jener Braustätte weiter: Und zwar mit dem Hell der Brauerei Knoblach aus Schammelsdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Litzendorf aus dem oberfränkischen Landkreis Bamberg wenige Kilometer östlich von Bamberg. Normalerweise sind helle Lager ja vergleichsweise unspektakulär, aber die bisherigen Sude aus Schammelsdorf haben sich durch die Bank durch eigene Noten ausgezeichnet – ob das auch bei diesem gilt?
Im Willibecher kleidet sich das Hell der Brauerei Knoblach in einem filtrierten, goldgelben Gewand, obendrauf geziert von einer stabilen, feinporigen Schaumkrone – also geradezu wie das Werbebild eines Bieres. Eine mittlere Zahl aufsteigender Bläschen verrät eine mittlere Rezenz; zudem ist der Sud mit 4,8 Volumenprozent Alkohol ausgestattet. Die Optik ist also wirklich herausragend, wieder einmal.
Die Nase über dem Gebräu erschnuppert einen lecker-hellmalzigen Duft mit Noten von Biskuit und Honig dahinter. Beim Antrunk ergießt sich ein getreidig-süßlicher Hellmalzschwall über Zunge und Gaumen, im schlanken Körper weiten sich die Malzaromen und differenzieren sich weiter in Richtung Maische, die dem Trunk eine gewisser Kernigkeit verleiht, sowie Biskuit und Honig, dessen leichte Süße sich angenehm-sanft im Mundraum ausbreitet. Im Abgang rundet eine mittlere und eher florale Hopfennote das Gebräu ab.
Das Hell der Brauerei Knoblach präsentiert sich als sehr süffiges und gleichwohl auch kerniges Helles, das mir sehr gut gefällt.
Auch dieses Gebräu kommt also, wie erhofft, mit einer eigenen Knoblach-Note daher – top!
In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Weitere Informationen: Brauerei Knoblach Schammelsdorf