#404: Der Hopfen Löwe der Brauerei Zum Löwenbräu aus Neuhaus in Mittelfranken

Bierprobe Hopfen Löwe der Brauerei Zum Löwenbräu von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

nach der kürzlich veröffentlichten Hopfenkanone der Brauerei Kanone gibt’s in der heutigen Bierprobe auf meinem Balkon im Kölner Süden ein weiteres speziell gehopftes Pils: Und zwar den Hopfen Löwe der Brauerei Zum Löwenbräu aus Neuhaus an der Aisch, einem Ortsteil der Gemeinde Adelsdorf im nördlichen Teil des mittelfränkischen Landkreises Erlangen-Höchstadt.

Im Braustätten-Willibecher kleidet sich der Hopfen Löwe der Brauerei Zum Löwenbräu in einem unfiltrierten Dunkel-Goldgelb sehr Pils-typisch; das gilt ebenso für die stabile, feinporige Schaumkrone obendrauf. Im trüben Sud sind im Gegenlicht dennoch einige aufsteigende Bläschen erkennbar, was auf mittlere Rezenz dieses mit 5,0 Volumenprozent Alkohol eingebrauten Sudes hindeutet. Die Vorfreude aufs Anschnuppern steigt also bereits.

Dafür muss man die Nase nicht mal sonderlich ausrichten, bis sie einen leckeren Duft nach hellem Malz und leichte Gras- und Heunoten dahinter wahrnimmt. Der Antrunk liefert Zunge und Gaumen einen leichten Malzschwall und eine früh und recht trocken einsetzende, mittelkräftige Hopfenbittere. Im kräutrig-schlanken Körper treffen die Malzaromen auf den dichten Hopfenflor, haben aber kaum Chancen, sich weiter zu entfalten; wenngleich der Körper aufgrund des Nichtfilterns nicht ganz so schlank wie bei anderen Pilsenern ist. Im Abgang dreht der Hopfen auf und zeigt sich sowohl von einer bitteren wie auch floralen Seite.

Der Hopfen Löwe der Brauerei Zum Löwenbräu präsentiert sich als kerniges Pils mit schöner Hopfennote, die einen dennoch nie erschlägt.

Im Oktober 2024 hatte ich hier von derselben Braustätte bereits das Frischhopfen Pils präsentiert – ein echter Grünhopfensud, der fast in Richtung Craft-Bier geht und laut Vertriebskalender im Oktober/November auf den Markt kommt. Dagegen wird der Hopfen Löwe bereits im Juli/August vermarktet und ohne Frischhopfen eingebraut, wie Brauereichef Günter Wirth persönlich auf Facebook kommentiert hat – schlicht weil frischer Hopfen erst Ende September geerntet wird.

In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!

Weitere Informationen: Brauerei Zum Löwenbräu

 

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