
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
mein Stammbier-Dealer Beerolution in Trosidorf hatte kürzlich doch noch ein jahreszeitliches Starkbier aufgetan, das ich heute noch rechtzeitig vor Monatsende verkosten möchte: Die Rede ist vom Maibock von Günther-Bräu aus Burgkunstadt im östlichen Teil des Landkreises Lichtenfels. Es ist das erste Bier jener Braustätte seit dem im Juli 2025 vorgestellten Weißbier.
Im passenden Brauerei-Willibecher zeigt sich der Maibock von Günther-Bräu in einem filtrierten, ja geradezu strahlen Goldgelb. Obendrauf eine wenig stabile und eher grobporige Schaumkrone, die von unten ausweislich weniger aufsteigender Bläschen auch kaum Unterstützung erfährt, also mit niedriger Rezenz ausgestattet. Starkbiertypisch sind hier satte 7,0 Volumenprozent Alkohol mit dabei. Ein vielversprechendes Paket also, das neugierig auf Mehr macht.
Die Nase erschnuppert sodann einen angenehmen hellmalzigen Duft nach Biskuit und Weißbrot, aber auch eine vernehmbare hopfige Grasigkeit dahinter. Der Antrunk erweist sich recht Bockbier-typisch mit einem kräftigen Malzschwall und auch etwas Süße, allerdings hält hier Maibock-typisch der Hopfen mittelstark und früh dagegen. Im getreidigen Körper wetteifern die Malzaromen von Biskuit und Weißbrot sowie etwas Zitrusfruchtigkeit mit dem weiterhin präsenten Hopfen um Dominanz, wobei hier keiner so recht die Oberhand gewinnt. Bockbier-typisch ist aber ebenfalls eine mittlere Honigsüße präsent. Im Abgang hallt der Hopfen weniger stark als etwa beim Möchmsambacher Maibock nach, aber die Melange bleibt stimmig.
Der Maibock von Günther-Bräu präsentiert sich als sehr süffiger und gut ausbalanciertes Starkbier, der seinen Alkoholgehalt gut zu verbergen weiß.
Vermutlich war dies mein letztes Bockbier bis zur neuen Starkbier-Saison im Herbst…
In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Mehr Informationen: Günter-Bräu