
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
bei frühlingshaften Temperaturen im Rheinland soll es heute ein Weißbier zur Erfrischung sein: Zu diesem Zweck hat sich das Weiherer Weizen hell der Brauerei Kundmüller aus Weiher, einem Ortsteil der Gemeinde Viereth-Trunstadt im westlichen Teil des Landkreises Bamberg, zur Bierprobe auf meinem Balkon im Kölner Süden eingefunden. Mit nurmehr 19 verschiedenen Bieren führt der von Roland Kundmüller geleitete Betrieb schon länger meine „interne Rangliste“ der am häufigsten verkosteten Braustätten aus ganz Franken an.
Also mal wieder das Weißbierglas aus dem Regal genestelt, in dem sich das Weiherer Weizen hell der Brauerei Kundmüller in einem unfiltriert Dunkel-Honiggelb zeigt. Auffällig hier die stabile, feinporige Schaumkrone; dagegen sind mittlere Rezenz und 5,2 Volumenprozent Alkohol eher sortentypisch. So weit, so erwartbar – aber auch vielversprechend.
Die Nase erschnuppert einen hefigen Duft mit ordentlichen Bananen-Noten und auch etwas Nelke – das ist für mich und meine Abneigung gegen allzu viel Bananigkeit noch gerade an der Grenze. Der Antrunk beschert dann eine leichte Säure und sogar etwas Hopfenaromen, wenig bis gar keine Banenenaromen und auch keine Süße – das ist toll und war nach dem Anschnuppern wirklich kaum zu erwarten. Im hefig-säuerlichen Körper zeigen sich fast nur die würzigen Noten von Nelke und Piment, bis im Abgang der auf floral drehende Hopfen nachhallt.
Das Weiherer Weizen hell der Brauerei Kundmüller präsentiert sich als weiteres Top-Bier aus Weiher – Chapeaux!
Für mich rangiert dieses Weißbier in einer Liga etwas mit jenem aus Mönchsambach, dem von Simon und natürlich jenen von Gutmann. Langsam schmeckt mir dieses obergärige Gebräu wirklich immer besser…
In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Weitere Informationen: Brauerei Kundmüller