#518: Das Graser Helles Lagerbier der Brauerei Heller aus Bamberg in Oberfranken

Bierprobe Graser Helles Lagerbier der Brauerei Heller von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

Matthias Trum, der in sechster Generation die hinter den Schlenkerla-Rauchbieren stehende Hellerbräu in Bamberg leitet, lässt eine alte Brautradition wieder aufleben, dessen ersten Vertreter ich heute präsentiere: Und zwar das Graser Helles Lagerbier der Brauerei Heller. Namensgeber Konrad Graser war der Ur-Ur-Ur-Großvater von Matthias und vor der Übernahme der Hellerbräu Braumeister in der früheren Brauerei Michaelsberg – der bis ins Jahr 1122 zurückgehenden ältesten Brautradition Bambergs. Die neuen, übrigens nicht mit Rauchmalz eingebrauten Graser-Biere basieren auf den handschriftlich überlieferten Originalrezepten von Konrad Graser; ich verdanke sie einem Probierpaket, das mir die Hellerbräu kürzlich übersendet hat (siehe Unboxing-Video) – vielen Dank noch einmal dafür!

Im mitgelieferten Willibecher mit dem historischen Konrad-Graser-Konterfei zeigt sich das Graser Helles Lagerbier der Brauerei Heller in einem unfiltrierten Honiggelb; wie alle Hellerbräu-Biere geziert von einer sehr stabilen, feinporigen Schaumkrone obendrauf. Der leicht trübe, mit 4,9 Volumenprozent Alkohol ausgestattete Sud lässt zahlreiche aufsteigende Bläschen erkennen, was auf eine mittlere Rezenz hindeutet. So weit, so vielversprechend.

Bald nach dem Eingießen wittert die Nase einen leckerer Duft nach Hellmalz und Biskuit mit einer vernehmbaren grasigen Hopfennote dahinter. Der Antrunk liefert einen kräftigen Schwall Hellmalzaromen ohne nennenswerte Süße und auch eine früh einsetzende mittlere Hopfenbittere. Im getreidigen Körper differenzieren sich die Malzaromen weiter aus in Richtung Biskuit, Weißbrot und Maische, stets unterlegt von der präsenten Hopfennote; zudem blitzt jetzt dann und wann eine leichte Honigsüße hindurch. Im Abgang hallt der Hopfen vor allem floral nach.

Das Graser Helles Lagerbier der Brauerei Heller präsentiert sich als urtümliches und kerniges helles Lager mit schönem Widerspiel von Malz- und Hopfenaromen.

Das extra enthärtete und dadurch besonders weiche Wasser sorgt für ein tolles Mundgefühl; zudem kommt böhmischer Hopfen zum Einsatz. Nun bin ich sehr gespannt auf die weiteren Graser-Biere…

In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!

Weitere Informationen: Konrad Graser.de

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