#517: Die Dinkelsbühler Weisse der Brauerei Hauf aus Dinkelsbühl in Mittelfranken

Bierprobe Dinkelsbühler Weisse der Brauerei Hauf von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

bei diesem Bier bin ich mal wieder bewusst etwas über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus gegangen: Denn ich möchte heute die Dinkelsbühler Weisse der Brauerei Hauf aus Dinkelsbühl im südwestlichen Teil des mittelfränkischen Landkreises Ansbach verkosten. Wie im Sommer 2025 hier im Blog näher erläutert, sorgt jener „Trick“ dank Flaschengärung bei Weißbieren für den weitgehenden Abbau von „Bananennestern“, die ich bisweilen als penetrant empfinde.

Also mal wieder den Weißbierkelch aus dem Regal hervorgekramt, in dem sich die Dinkelsbühler Weisse der Brauerei Hauf unfiltriert und in einem leuchten Farbton zwischen Orange und Hell-Bernstein changierend zeigt. Die Schaumkrone ist mittelstabil und mittelporig, also eher unspektakulär; zudem erkennt man in dem trüben Sud durchaus einige aufsteigende Bläschen, was für eine hefetypisch eher hohe Rezenz spricht. Beim Alkohol gibt es 5,2 Volumenprozent; so weit, so sortentypisch also – gilt das auch für Geruch und Geschmack?

Dazu als nächstes die Nase übers Glas geschoben, die alsbald einen schönen und ausgewogenen Duft nach Hefe, Malz und leichter Banane erschnuppert. Der Antrunk liefert dann – wie von der längeren Flaschengärung erhofft – fast gar keinen Bananenschwall, sondern früh einsetzende Würznoten von Nelke, und das ohne nennenswerte Süße. Im leicht säuerlichen Körper differenzieren sich die hefigen Würznoten etwas aus; neben Nelke schmeckt man auch noch Muskat und ein leichtes Pfefferaroma, alles fast ohne große Bananigkeit.

Die Dinkelsbühler Weisse der Brauerei Hauf präsentiert sich als spritziges und zugleich würziges Weißbier, das mit mir wirklich sehr gut gefällt.

Umso mehr bin ich auf das dunkle Weizen aus dem Hause Hauf gespannt, das ich kürzlich auftreiben konnte – denn dunkle Weißbiere gefallen mir in der Regel noch besser…

In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!

Weitere Informationen: Brauerei Hauf

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