
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
gut dreihundert Biere oder anderthalb Jahre nach dem ersten Sud gibt’s ein weiteres Gebräu aus jenem Haus: Gemeint ist’s Helles der Brauerei Dremel aus Wattendorf im nordöstlichen Teil des oberfränkischen Landkreises Bamberg, was wiederum am Aufstieg zur fränkischen Jurahochebene liegt. Wie immer habe ich auch bei diesem Trunk auf das Einhalten der Mindesthaltbarkeit geachtet, die in zwei Tagen endet – aber der Sud ist laut vorderem Flaschenetikett tatsächlich „unfiltriert und naturbelassen“.
Und genau so präsentiert sich’s Helles der Brauerei Dremel auch im Glas, nämlich in einem naturtrüben, beinahe strahlenden Honiggelb. Obendrauf ziert den Trunk eine mittelstabile und mittelporige Schaumkrone, die von unten auch ganz gut durch Kohlensäure unterstützt wird, wie der trübe Sud gleichwohl erkennen lässt. Beim Alkohol sind sortentypische 4,9 Volumenprozent mit an Bord. Die Optik ist also schon mal stimmig – Geruch und Geschmack ebenfalls?
Durchaus, denn die Nase erschnuppert bald nach dem Eingießen einen leckeren Hellmalzduft nach Weißbrot und Biskuit mit leichter Honignote dahinter. Im Antrunk schwappt dann ein ordentlicher Malzschwall ohne nennenswerte Süße über Zunge und Gaumen; im getreidigen Körper weiten sich die Malznoten in Richtung BIskuit, Weißbrot und leicht pfeffriger Maische, dazwischen schimmert dann und wann eine ganz leichte Honignote hindurch, die aber auch keine große Süße bringt. Im Abgang rundet eine mittlere Hopfennote ohne allzu große Bittere das Gebräu ab.
Alles in allem erweist sich’s Helles der Brauerei Dremel als super-süffiges und sehr leckeres Helles, das wirklich eigenständig schmeckt – top!
Das allein spricht also wirklich für einen Besuch in Wattendorf vor Ort, um dieses leckere Bier auch einmal vom Fass verkosten zu können…
In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Weitere Informationen: Brauerei Dremel