#519: Das Ungespundet der Brauerei Spezial aus Bamberg in Oberfranken

Bierprobe Ungespundet der Brauerei Spezial von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

heute gibt’s endlich mal wieder ein Gebräu aus der „anderen“ Rauchbier-Institution. Die Rede ist vom Ungespundet der Brauerei Spezial aus dem oberfränkischen Bamberg, das mir kürzlich mein fränkischer Kumpel mitgebracht hat. Es handelt sich bei diesem Zwickel erst um den zweiten Trunk jener Braustätte nach dem im vergangenen Oktober verkosteten Lager.

Im Glaskrug kleidet sich das Ungespundet der Brauerei Spezial in einem ansehnlichen unfiltrierten Honiggelb. Die sehr stabile, feinporige Schaumkrone obendrauf wird zudem von unten von geradezu hochsprudelnder Kohlensäure gestützt – trotz der angeblichen Nicht-Spundung. Beim Alkohol sind durchschnittliche 5,0 Volumenprozent mit an Bord. Ein schönes Bild von einem Bier also, das Lust auf Anschnuppern und Antrinken macht.

Die Nase über dem Trunk wittert zunächst einen malzig-maischigen Duft mit leichter Biskuitnote und minimalen Rauchnoten dahinter. Im Antrunk ergießt sich ein leichter Malzschwall mit einer sofort einsetzenden, durchaus ordentlichen grasig-bitteren Hopfenbittere über die Geschmacksknospen. Im getreidigen Körper treten die Malzaromen noch mal gegen den Hopfen an, der aber in diesem laut Etikett „hopfenherben“ Trunk die Oberhand behält, unterlegt von einem Hauch von Rauch. Im Abgang hallt der fast minzig schmeckende Hopfen noch ordentlich nach und bleibt länger auf Zunge und Gaumen haften.

Das Ungespundet der Brauerei Spezial erweist sich als gut laufendes, stark auf der Hopfenseite eingebrautes Zwickel mit einem Hauch von Rauch im Hintergrund.

Das Gebräu könnte also ähnlich wie das helle Schlenkerla-Lager ohne Rauchmalz, aber auf demselben Equipment wie das sonstige Rauchbier eingebraut worden sein. Auf jeden Fall ist es sehr geeignet für Rauchbier-Einsteiger…

In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!

Weitere Informationen: Brauerei Spezial

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