#593: Der Huppendorfer Feststoff der Brauerei Grasser aus Huppendorf in der Fränkischen Schweiz

Bierprobe Huppendorfer Feststoff der Brauerei Grasser von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

mein Frankenbier-Dealer Beerolution hat ein weiteres seltenes Gebräu aufgetan, das ich direkt verkosten möchte: Und zwar den Huppendorfer Feststoff der Brauerei Grasser aus Huppendorf bei Königsfeld im östlichen Teil des Landkreises Bamberg. Diesen Sud hat Juniorchef Andreas Grasser zur Vermählung mit seiner Franziska im Jahr 2023 als Hochzeitsbier eingebraut – zum Dreijährigen wurde er neu aufgelegt.

Also in aller Vorfreude den Braustätten-Willibecher aus dem Regal gekramt, in dem sich der Huppendorfer Feststoff der Brauerei Grasser in einem filtriert-glänzenden Goldgelb zeigt. Den optisch herausragenden Auftritt unterstreicht auch die stabile, feinporige Schaumkrone obendrauf. Darunter steigen nur wenige Kohlensäurebläschen auf, was für eine niedrige Rezenz spricht. Beim Alkohol sind hier 5,3 Volumenprozent dabei. Eine Anmutung wie das Werbebild eines Bieres also, was die Vorfreude auf den ersten Schluck steigt lässt.

Doch erst einmal die Nase übers Gebräu geschoben, die einen angenehmen hellmalzigen Duft nach Biskuit und Maische mit etwas Honigsüße dahinter erschnuppert. Ähnlich erweist sich der Antrunk, er befördert einen ordentlich-süßlichen Hellmalzschwall über die Geschmacksknospen, die sich entsprechend öffnen. Um dann im getreidigen Körper nicht nur Malzaromen von Weißbrot und Biskuit zu erschmecken, stets unterlegt von einer ordentlichen Honigsüße – plus einer vernehmbaren Fruchtnote nach grünem Apfel, die ich extrenst mag und sonst nur von dunklen fränkischen Lagern kenne. Parallel dazu, setzt mittelfrüh eine eher leichte Hopfenbittere ein. Die drei verwendeten Hallertauer Hopfensorten Perle, Tradition und Mandarina Bavaria halten sich zunächst etwas zurück, aber je länger man das Gebräu trinkt, desto mehr drehen sie erstaunlicherweise auf.

Der Huppendorfer Feststoff der Brauerei Grasser präsentiert sich als süffiges Herbstbier, wie es im Buche steht – mit tollen Getreide- und Malzaromen.

Ein „traditionelles Oktoberfestbier“, wie es auch Andreas Grasser selber bezeichnet hat – das mich in seiner Machart sehr ans Nothelfer Erntebier erinnert…

In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Jooß & Alaaf us Kölle!

Mehr Informationen: Brauerei Grasser – Huppendorfer Bier

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