
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
eine weitere Brauereipremiere für mich, dieses Mal aus Mittelfranken: Denn heute möchte ich das Vollbier der Brauerei Friedel aus Zentbechhofen verkosten, ein Gemeindeteil der Stadt Höchstadt an der Aisch im nördlichen Teil des mittelfränkischen Landkreises Erlangen-Höchstadt. Es handelt sich hierbei mal wieder um ein Mitbringsel eines guten fränkischen Kumpels von vor Ort.
Im Glas präsentiert sich das Vollbier der Brauerei Friedel in einem filtrierten Goldgelb; geziert von einer mittelstabilen, eher grobporigen Schaumkrone obendrauf. Eine ordentliche Zahl von aufsteigenden Kohlensäureperlen verweist auf eine mindestens mittlere Rezenz; beim Alkohol sind hier durchschnittliche 4,8 Volumenprozent mit an Bord. Ein sehr klassisch anmutendes fränkisches Lager also, das Lust auf mehr macht.
Die Nase über dem Sud erschnuppert bald nach dem Eingießen einen Duft nach Getreide und Weißbrot sowie leichte Honig- und Zitrusnoten dahinter. Der Antrunk liefert eine kräftige Hellmalznote mit leichter Honigsüße dahinter; im getreidig-schlanken Körper machen die Malzaromen und eine ganz leichte Zitrusnote mit entsprechender Säure Platz, so dass eine geringe Honigsüße hindurchschimmern kann. Im Abgang übernimmt dann eine mittelkräftige Hopfenbittere und rundet das Gebräu ab.
Das Vollbier der Brauerei Friedel erweist sich als kerniges und zugleich süffiges fränkisches Lager, das mir gut gefällt.
Die laut Flaschenetikett seit 1467 existierende Brauereistätte wird auf Brauereiatlas.de mit einer Jahresproduktion von 2000 Hektolitern als „Hausbrauerei“ geführt. Demnächst werden noch weitere Friedel-Biere folgen – ich bin gespannt…
In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Weitere Informationen: Brauerei Friedel