
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
wenige Wochen nach dem herausragenden Märzen gibt’s heute einen weiteren Vertreter dieser „adligen“ Braustätte: Und zwar das Fürst Carl Kellerbier der Schlossbrauerei Ellingen aus Ellingen im zentralen Teil des mittelfränkischen Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Die bisher verkosteten sechs Sude aus dem südlichen Mittelfranken haben mir allesamt sehr gut gemundet – so geht es hoffentlich weiter.
Im Willibecher mit dem reitenden Adligen zeigt sich das Fürst Carl Kellerbier der Schlossbrauerei Ellingen unfiltriert und in einem geradezu strahlenden Farbton irgendwo zwischen Dunkel-Honiggelb und Hell-Bernstein changierend; abgerundet von einer mittelstabilen, feinporigen Schaumkrone obendrauf. Der trübe Sud lässt nur wenig Verwirbelungen erkennen, was auf eine niedrige Rezenz hindeutet; zudem sind hier 5,1 Volumenprozent Alkohol dabei. Können Geruch und Geschmack mit der vielversprechenden Optik mithalten?
Immerhin wittert die Nase alsbald nach dem Eingießen einen hefig-fruchtigen Duft mit Noten von Orange und Mirabelle. Der Antrunk beschert Zunge und Gaumen kaum Malzsüße, aber Fruchtaromen von Orange mitsamt einer recht früh einsetzenden, mittleren Hopfenbittere. Im hefig-säuerlichen Körper dominieren die in Richtung Bitterorange gehenden Fruchtnoten, aber dann und wann ragen auch ganz leichte, harzige Waldhonigaromen heraus. Am Ende dreht der Hopfen in Richtung floral und hallt noch etwas nach.
Das Fürst Carl Kellerbier der Schlossbrauerei Ellingen präsentiert sich als auf der fruchtig-hefigen Seite eingebrautes Zwickel mit guter Hopfenaromatik.
Ein zu den aktuellen Sommertemperaturen gut passendes Gebräu also…
In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Weitere Informationen: Fürst Carl Schlossbrauerei Ellingen