#521: Das Graser Felsenkellerbier der Brauerei Heller aus Bamberg in Oberfranken

Bierprobe Graser Felsenkellerbier der Brauerei Heller von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

heute gibt’s den zweiten Vertreter einer neu aufgelegten oberfränkischen Brautradition: Dazu hat sich das Graser Felsenkellerbier der Brauerei Heller aus Bamberg bei mir zur Verkostung eingefunden. Die Hintergründe zu Namensgeber Konrad Graser und seinen handschriftlich überlieferten Originalrezepten habe ich beim Hellen Lagerbier von Graser vor einigen Tagen ausführlicher beleuchtet.

Im Glas mit dem Graser-Charakterkopf steht das Graser Felsenkellerbier der Brauerei Heller in einem unfiltrierten, hellen Bernstein schon mal sehr ansehnlich. Im Gegensatz zu den meisten Hellerbräu-Bieren zeigt sich die Schaumkrone hier eher flüchtig und dabei mittelporig; von unten erfährt sie zudem auch nur von einigen aufsteigenden Bläschen Unterstützung erfährt, was auf eine Kellerbier-typische niedrige Rezenz des mit 5,4 Volumenprozent Alkohol ausgestatteten Gebräus hindeutet. Gleichwohl sehr vielversprechend – ob das auch für Geruch und Geschmack gilt?

Tatsächlich umweht die Nase ein ordentlicher Duft nach Malz und Roggenbrot mit leichten Noten von Beerenfrüchten dahinter. Der Antrunk liefert zunächst einen schönen Malzschwall – stärker als bei einem Hellen, aber auch noch nicht komplett röstmalzig – und dabei ohne nennenswerte Süße. Im ganz leicht säuerlichen Körper differenzieren sich die Malznoten weiter aus in Richtung Roggen-/Sauerteigbrot und leichte Nuss- bis hin zu Mandel-/Marzipanaromen, die in Verbindung mit der jetzt auftauchenden leichten Honigsüße eine tolle Melange eingehen. Die Hopfennote im Abgang ist eher gering und dabei vor allem floral.

Das Graser Felsenkellerbier der Brauerei Heller präsentiert sich als extrem leckeres und süffiges Kellerbier, dessen Malzaromatik mir sehr gut gefällt.

Laut Beschreibung auf dem rückseitigen Flaschenetikett liegt letzteres an der Reifung des Sudes in den historischen Felsenkellern unter der Brauerei ohne künstliche Kühlung, also bei einer konstanten Umgebungstemperatur zwischen acht und zehn Grad.

In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!

Weitere Informationen: Konrad Graser.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert