
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
dieser Bierstil spielt – zumindest expressis verbis – bei mir im Block bisher eher eine untergeordnete Rolle: Umso mehr bin ich heute auf das Hauf Export der Brauerei Hauf aus Dinkelsbühl im südwestlichen Teil des mittelfränkischen Landkreises Ansbach gespannt. Es handelt sich hierbei um den fünften Sud von Brauereiinhaber Florian Hauf und seinem Braumeister Stefan Hügele.
Allerdings kommt das Hauf Export der Brauerei Hauf mit einem Alkoholgehalt von gerade mal 5,2 Volumenprozent erst einmal wenig Export-typisch daher. Immerhin, im Glas steht es in einem filtierten Goldgelb, obendrauf eine mittelstabile und eher feinporige Schaumkrone; zudem kündet eine mittlere Zahl aufsteigender Bläschen von einer ebensolchen Rezenz. So weit, so unspektakulär – kann das Gebräu noch geruch- oder geschmacklich überraschen?
Die Nase über dem Sud wittert zunächst einen Duft nach Malz und Biskuit mit leichten Zitrus- und Honignoten dahinter. Beim Antrunk schwappt ein ordentlicher und leicht süßlicher Hellmalzschwall über die Geschmacksknospen, gefolgt von Fruchtaromen in Richtung Birne und Mirabell. Im schlanken Körper wetteifern die getreidigen und fruchtigen Malzaromen um die Dominanz, was zu einem schönen hellmalzigen Aromenpotpourri führt. Der Abgang liefert nur eine geringe und dabei vor allem florale Hopfenbittere.
Das Hauf Export der Brauerei Hauf präsentiert sich als süffiges und leckeres Gebräu mit schönem Malzkörper ohne größere Ecken und Kanten.
Im Grundgeschmack unterscheidet sich dieses Export meines Erachtens aber nicht allzu sehr vom Hauf Edel-Hell, wie die auffälligen Fruchtnoten in beiden Gebräuen beweisen…
In diesem Sinne: Euch allen einen schönen Maifeiertag noch & wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Weitere Informationen: Brauerei Hauf