Mein 500stes fränkisches Bier: Das Heckel-Bier der Brauerei Heckel aus Waischenfeld in Oberfranken

Bierprobe Heckel-Bier der Brauerei Heckel von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

auf wenig andere Sude habe ich mich im Vorfeld einer Verkostung mehr gefreut als auf diesen – daher möchte ich ihn auch als mein 500stes fränkisches Bier angemessen würdigen: Die Rede ist vom Heckel-Bier der Brauerei Heckel aus Waischenfeld im Westen des oberfränkischen Landkreises Bayreuth. Die geradezu legendäre und von zahlreichen ungeschriebenen Gesetzen begleitete Gastwirtschaft unweit der Wiesent habe ich Anfang Mai des vergangenen Jahres erstmals besucht und beschrieben. Nun war mein guter fränkischer Kumpel kürzlich wieder mal dort und hat mir einen ganzen Siphon voll mit Heckel-Bier der Brauerei Heckel, also dem raren Gebräu von Braumeister Rainer Heckel mitgebracht. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle noch mal dafür.

Weil sich das Bier im Siphon nicht ewig hält, also jetzt raus damit. Einen neutralen Glaskrug wie seinerzeit bei Heckel vor Ort besitze ich leider nicht – hier passt aber gut der ähnlich geformte Krug vom Bierquellen-Wanderweg, der keine 20 Kilometer von Waischenfeld entfernt liegt und den ich im vergangenen Jahr ebenfalls erstmals gegangen bin. In diesem steht das Heckel-Bier der Brauerei Heckel in von vor Ort bekannter Manier, nämlich unfiltriert und in einem ansehnlichen Dunkel-Honiggelb, obendrauf eine mittelstabile und eher mittelporige Schaumkrone. Kaum aufsteigende Bläschen zeigen eine niedrige Rezenz – was aber gut zu einem klassischen fränkischen Vollbier mit 5,5 Volumenprozent Alkohol passt. Wie waren gleich noch Geruch und Geschmack?

Bald nach dem Eingießen umweht die Nase ein getreidig-malziger Duft mit Noten von Biskuit, Karamell und etwas Honig dahinter, was auf alle Fälle Lust auf den ersten Schluck macht. Ebenjener beschert den Geschmacksknospen einen leckeren Schwall heller Malzaromen mit nur geringer Süße, aber auch der Hopfen mischt – wenn zunächst auch nicht allzu kräftig – früh mit. Im getreidigen Körper differenzieren sich die Malznoten etwas aus in Richtung Weißbrot, Biskuit und Karamell, auch hier unterlegt von einer stets präsenten Hopfenbittere, aus der dann und wann eine leichte und etwas harzige Honigsüße herausragt. Im Abgang dreht der mittelstarke Hopfen noch etwas auf und bleibt länger auf Zunge und Gaumen haften.

Das Heckel-Bier der Brauerei Heckel präsentiert sich als sehr süffiges und leckeres Lager mit mehr Hopfen, als ich es von vor Ort in Erinnerung hatte.

Dadurch ist das Heckel-Bier der Brauerei Heckel aber durchaus kernig mit echten Ecken und Kanten. Ein tolles fränkisches Bier also, handwerklich gebraut und genau so, wie es sein soll.

Für das halbe Tausend habe ich seit dem Start meiner Verkostungen übrigens keine drei Jahre benötigt – was für eine Reise! Hätte ich bei meiner Premiere mit „a U“ am 22. Juni 2023 wohl kaum gedacht…

In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!

Mehr Informationen: Brauerei Heckel

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