#480: Das Eisbier von Felsenbräu aus Thalmannsfeld in Mittelfranken

Bierprobe Eisbier von Felsenbräu von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

kalendarisch läuft der Winter noch bis zum 20. März, daher passt dieses Gebräu gerade noch in die Jahreszeit, zumal es aktuell ohnehin eher kalt ist: Daher hat sich zur heutigen Verkostung das Eisbier von Felsenbräu aus Thalmannsfeld bei mir eingefunden, ein Ortsteil der Gemeinde Bergen im östlichen Teil des mittelfränkischen Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Jene Braustätte, von der ich im Oktober bereits das ungewohnt hopfige Keller Märzen vorgestellt habe, hat dieses Gebräu nur zwischen November und März im Angebot.

Im Willibecher zeigt sich das Eisbier von Felsenbräu recht klassisch für ein helles Lager: filtriertes, hell-bernsteinfarbenes Gewand; mittelstabile, feinporige Schaumkrone obendrauf; ordentlich perlende Kohlensäurebläschen für mittlere Rezenz, und schließlich 5,2 Volumenprozent Alkohol. So weit, so unspektakulär – folgt aber vielleicht eine geruch- oder geschmackliche Überraschung?

Tatsächlich wittert die Nase einen brotig-getreidigen Duft mit vernehmbarer Trebernote und leichter Honigsüße dahinter. Der Antrunk umspült Zunge und Gaumen mit einer leichten Honigsüße sowie Aromen von Weißbrot und Bikcuit – all das unterlegt von einer leichter Pfeffrigkeit wie beim Ur-Hell der Brauerei Mager aus Pottenstein. Im kräutrig-schlanken Körper treffen Aromen von Getreide und Heu auf eine leicht ins Harzige drehende Waldhonigsüße. Im Abgang rund eine niedrige, eher florale Hopfenbittere das Gebräu ab.

Das Eisbier von Felsenbräu präsentiert sich als ursprüngliches Helles mit schönen Trebernoten, die dem Trunk eine untypische Kernigkeit verleihen.

Zum Hintergrund der Namensgebung: Laut eigenen Angaben betreibt die Felsenbräu im Winter eine historische Natureisanlage, deren natürlich erzeugtes Eis zur Kühlung der Felsenkeller genutzt wird – Hauptgrund dafür, dass das Bier nur saisonal angeboten wird.

In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!

Weitere Informationen: Felsenbräu

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert