
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
heute gibt’s endlich mal wieder einen Vertreter meines Lieblings-Bierstils: Denn das Friedrich Hauf Dunkel der Brauerei Hauf aus Dinkelsbühl im südwestlichen Teil des mittelfränkischen Landkreises Ansbach hat sich zur Bierprobe auf meinem Balkon im Kölner Süden eingefunden. Dieses Exportbier verdankt seinen Namen dem Brauereigründer und wird eingebraut wie vor 100 Jahren.
Also mal wieder den Brauerei-Pallasbecher aus dem Regal genestelt, in dem sich das Friedrich Hauf Dunkel der Brauerei Hauf in einem filtrierten Kupfer zeigt, gekrönt von einer stabilen, feinporigen Schaumkrone obendrauf. Diese erfährt zudem von unten ordentlich Unterstützung durch eine kräftig perlende Kohlensäure in dem mit 5,2 Volumenprozent eingebrauten Sud. Ein Werbebild von einem Dunkel also, das Lust auf Mehr macht.
Die Nase über dem Trunk wittert bald nach dem Eingießen einen brotig-malzigen Duft nach Roggenkrume und etwas Lakritz. Beim Antrunk schwappt ein süßlicher Malzschwall über Zunge und Gaumen. Im leicht säuerlichen Körper differenzieren sich die wenig röstigen Malznoten etwas aus in Richtung Roggenbrot, Nüssen und fast Marzipan sowie vernehmbaren Beerenaromen, was wirklich lecker ist. Im Abgang übernimmt eine mittelkräftige Hopfenbittere und rundet das Gebräu ab.
Das Friedrich Hauf Dunkel der Brauerei Hauf präsentiert sich als sehr leckeres und süffiges Dunkel mit weniger Röstmalznoten als andere Dunkel.
Dafür gibt es hier die sehr typischen fränkischen Lageraromen, sprich: Das Gebräu schmeckt beinahe wie eine Schnittmenge aus Reichold Lager und Leupser Dunkel, um zwei meiner Favoriten zu nennen…
In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Weitere Informationen: Brauerei Hauf