#489: Das Aecht Schlenkerla Fastenbier der Brauerei Heller Jahrgang 2026 aus Bamberg in Oberfranken

Bierprobe Aecht Schlenkerla Fastenbier der Brauerei Heller von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

bevor am Abend des Gründonnerstags die Fastenzeit endet, möchte ich unbedingt auch noch diesen Klassiker verkosten, den mir Beerolution-Mitgründer Markus Görtz kürzlich direkt aus Franken mitgebracht hat: Und zwar das Aecht Schlenkerla Fastenbier der Brauerei Heller aus Bamberg in der Jahrgangs-Ausgabe 2026, wie auf dem vorderen Flaschenetikett abgedruckt. Ähnlich wie die beiden hier bereits vorgestellten Brauereibrüder Urbock und Eiche folgt dieses Gebräu dem mittelalterlichen Grundsatz „iquida non frangunt ieiunium“ – das Fastenbier wird aber noch strenger als jene Starkbiere nur zwischen Aschermittwoch und Ostern ausgeschenkt.

Also mal wieder den Brauerei-Willibecher aus dem Regal gekramt, in dem das Aecht Schlenkerla Fastenbier der Brauerei Heller schon optisch eine gute Figur macht: Als unfiltrierter Sud in einem ansehnlichen, irgendwo zwischen Dunkel-Kupfer und Mahagoni angesiedelten Farbton sowie mit mittelkräftigen 5,9 Volumenprozent Alkohol eingebraut. Selbst in diesem hefetrüben Gebräu wirbelt die Kohlensäure noch deutlich erkennbar ordentlich Schwebeteilchen umher, was auf eine hohe Rezenz schließen lässt. Wie immer bei Schlenkerla freue ich mich nun schon sehr aufs Anschnuppern.

Wobei die Nase hier zunächst einen leckeren und zugleich nur sanften Duft nach Rauch mit leicht säuerlichen Noten von Malz und Roggenbrot dahinter wahrnimmt. Der Antrunk umspült die Geschmacksknopsen dann ebenfalls nur mit einem leichten Rauchmalzschwall, zudem mit Röstmalzaromen und etwas Säure, dabei jedoch keinerlei Süße, sondern eine bereits recht früh einsetzende und mittelkräftige Hopfenbittere. Im leicht säuerlichen Körper treten die auch hier nie schinkenmäßig schmeckenden Rauchnoten etwas in den Hintergrund – und es gewinnen Röstmalzaromen von Roggenbrot und hefigem Sauerteig die Oberhand; alles unterlegt mit einer stets präsenten Hopfenbittere. Letztere dreht dann im Abgang noch mal mittelkräftig auf und bleibt samt Rauchnoten länger auf Zunge und Gaumen haften.

Das Aecht Schlenkerla Fastenbier der Brauerei Heller erweist sich als süffiges und nahrhaft schmeckendes Gebräu, das seinem Namen so alle Ehren bereitet.

Zum Glück habe ich noch ein paar weitere Flaschen vom wirklich sehr schmackhaften Aecht Schlenkerla Fastenbier der Brauerei Heller für die Nach-Fastenzeit bei mir Keller gebunkert…

In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!

Weitere Informationen: Hellerbräu Bamberg

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