
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
schon wieder war Beerolution-Mitinhaber Markus Görtz vor Ort in Franken unterwegs und hat ein paar tolle Gebräue mitgebracht. Dieses hier passt perfekt in meine aktuelle Verkostungsserie obergäriger Starkbiere: Daher möchte ich mir heute den Mönchsambacher Weizenbock der Brauerei Zehendner aus Mönchsambach bei Burgebrach im südwestlichen Teil des oberfränkischen Landkreises Bamberg zu Gemüte führen. Ähnlich wie Markus habe ich mich in den vergangenen zweieinhalb Jahren zu einem regelrechten Fan der Sude von Braumeister Stefan Zehendner entwickelt – bin also logischerweise schon sehr gespannt auf dieses nurmehr siebte Gebräu aus seinen Braukesseln.
Leider hatte Stefan keine Brauerei-Weißbiergläser mehr vorrätig, daher muss hier der neutrale Kelch reichen. In diesem kleidet sich der Mönchsambacher Weizenbock der Brauerei Zehendner in einem irgendwo zwischen dunkel-honiggelb und Hell-Bernstein changierenden Gewand, geziert von einer stabilen, feinporigen Schaumkrone obendrauf. Selbst in dem stark hefetrüben Sud erkennt man eine regelrecht sprudelnde Kohlensäure, was eine hohe Rezenz dieses mit 7,0 Volumenprozent Alkohol eingebrauten Trunks hindeutet.
So, endlich auf zum Anschnuppern, bei dem die Nase einen kräftigen Duft nach Malz und reifen Banane sowie etwas säuerlicher Hefe dahinter wahrnimmt. Auch der Antrunk liefert einen ordentlichen Schwall überreifer Bananen, etwas Malz sowie eine leichte Säure dahinter. Im hefig-säuerlichen Körper treten zu den Bananenaromen noch Nelken- und Muskataromen hinzu, so dass sich die malzigen Frucht- und Würznoten schön ausbalancieren. Im Abgang rundet nur eine leichte Hopfenbittere das Gebräu ab.
Der Mönchsambacher Weizenbock der Brauerei Zehendner zeigt sich als süffiges Starkbier, das fast wie ein herkömmliches Weißbier daherkommt.
Mit anderen Worten: Es handelt sich hier also beinahe um ein gefährliches Gebräu…
In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Weitere Informationen: Privatbrauerei Zehendner