
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
nach dem wirklich tollen Pils Ende November folgt in der heutigen Bierprobe zu Silvester das nächste Gebräu jener Braustätte: Denn ich verkoste heute das Rossdorfer Urbräu der Brauerei Sauer aus Rossdorf am Forst, einem Ortsteil der Gemeinde Strullendorf acht Kilometer südöstlich von Bamberg im gleichnamigen oberfränkischen Landkreis. Laut Flaschenetikett handelt es sich bei dem Gebräu um ein „unfiltriertes, hefetrübes, süffiges Landbier“.
Und ja, tatsächlich ergießt sich das Rossdorfer Urbräu der Brauerei Sauer als trüber und zugleich goldgelber Sud ins Glas, auf dem eine sehr stabile, feinporige Schaumkrone thront – sprich: ein wahres Bild von einem Bier. Sehr zahlreiche aufsteigende Kohlensäurebläschen verraten eine ordentliche Rezenz; beim Alkohol hat das Gebräu 4,9 Volumenprozent mit im Gepäck. Kann das Bier mit seinem pilsigen Brauereibruder mithalten?
Tatsächlich erschnuppert die Nase alsbald nach dem Eingießen einen sehr schönen grasig-hopfigen Duft mit einer kräftigen Heunote dahinter. Im Antrunk dominieren ebenfalls kräutrig-grasige Aromen, und zwar ohne irgendeine Süße, aber auch ohne früh einsetzende Hopfenbittere – was ich nach dem Anschnuppert echt nicht erwartet hätte. Im grasig-schlanken Körper treffen die Heuaromen auf einige Malznoten; erst m Abgang gesellt sich der Hopfen mit einer mittleren Bittere dazu. Das ist definitiv kein Helles, aber auch kein Grünhopfenpils, wie der Geruch zunächst erwarten ließ.
Das Rossdorfer Urbräu der Brauerei Sauer präsentiert sich als leckeres und eigenständiges fränkisches Lager – ein tolles Gebräu.
Brauereiatlas.de bezeichnet die Braustätte als Hausbrauerei mit einem Jahresausstoß von rund 2200 Hektoliter im Jahr.
In diesem Sinne. Euch allen einen guten Rutsch & wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Mehr Informationen: Brauerei Sauer