#167: Das Hausbrauer Vollbier von Günther-Bräu aus Burgkunstadt in Oberfranken

Bierprobe Hausbrauer Vollbier von Günther-Bräu vom FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

heute hat sich auf meinem Balkon im Kölner Süden – unter anderem – ein weiterer fänkischer Klassiker zur Bierprobe eingefunden: Das Hausbrauer Vollbier von Günther-Bräu aus Burgkunstadt in Oberfranken, genauer: im östlichen Teil des Landkreises Lichtenfels, der wiederum nördlich des Landkreises Bamberg liegt. Man sieht: Ich lerne nicht nur Details über fränkisches Biere, sondern ebenfalls über die fränkische Geographie.

Im Willibecher zeigt sich das Hausbrauer Vollbier von Günther-Bräu in eine filtrierten Dunkel-Goldgelb; obendrauf abgerundet von einer mittelstabilen, feinporigen Schaumkrone. Einige, aber nicht dramatisch viele aufsteigende Perlen künden von einer eher niedrigen Rezenz; beim Alkohol sind 4,8 Volumenprozent mit an Bord. Ein regelrechtes Werbebild eines Bieres also. Können Geruch und Geschmack hier mithalten?

Die Nase erschnuppert jedenfalls einen schönen Hellmalzduft nach Weißbrot und Biskuit mit leichter Honignote dahinter. Der Antrunk umspült Zunge und Gaumen mit einem ordentlichen Malzschwall, zunächst ohne große Süße. Im sehr getreidigen Körper weiten sich die Malzaromen etwas, wobei sich zugleich eine leichte Honigsüße am Gaumen anschmiegt, unterlegt von Biskuitaromen und einer leichten Zitrusnote. Im Abgang rundet eine leichte und eher florale Hopfennote das Gebräu  ab.

Das Hausbrauer Vollbier von Günther-Bräu präsentiert sich als süffiges und zugleich spritziges Vollbier mit schöner Hellmalz-Melange.

Langsam, aber sicher mausert sich die Familienbrauerei um Braumeister Peter Günther zu einem meiner Favoriten, seit ich mit meinen fränkischen Bierproben vor gut einem Jahr begonnen habe – nach dem hier schon desöfters angedeuteten Bamberg-Besuch Anfang Juni 2023. Immerhin ist das Hausbrauer Vollbier von Günther-Bräu inzwischen bereits der siebte Gesternsaft jenes Hauses, nach Kellerbier, dem Hellen und Dunklen, Jubiläumsbier, Bernstein und Pilsener.

Und ich bin mir sicher, es dürfte heute nicht der letzte Sud von Peter Günther gewesen sein. Es gibt da ja beispielsweise noch ein Schwarzbier. Und die Starkbierzeit mit hellem und dunklem Bock folgt ja auch erst im Herbst. Also auf nach Burgkunstadt, sollte ich wohl demnächst sagen…

In diesem Sinne:
Alaaf & Jrooß us Kölle!

Mehr Informationen: Günter-Bräu

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