#497: Das Gundel Dunkles Gold der Brauerei Gundel aus Barthelmesaurach in Mittelfranken

Bierprobe Gundel Dunkles Gold der Brauerei Gundel von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

heute gibt’s ein – hoffentlich typisches – fränkisches dunkles Lager aus Mittelfranken: Die Rede ist vom Gundel Dunkles Gold der Brauerei Gundel aus Barthelmesaurach, einem Ortsteil der Gemeinde Kammerstein im Nordwesten des mittelfränkischen Landkreises Roth. Ein weiteres Mitbringsel meines guten fränkischen Bekannten von vor Ort, daher an dieser Stelle mal wieder ein freundlicher Gruß rausgeschickt.

Also mal wieder den Brauerei-Pallasbecher aus dem Regal befördert, in dem einen das Gundel Dunkles Gold der Brauerei Gundel in einem rotbraun leuchtenden Bernstein geradezu anstrahlt, obendrauf geziert von einer mittelstabilen, feinporigen Schaumkrone. In dem filtrierten und mit 5,2 Volumenprozent eingebrauten Sud sind kaum aufsteigende Bläschen ersichtlich, was eine sortentypische niedrige Rezenz verrät. Als ausgewiesener Dunkel-Fan freue ich mich jetzt geradezu auf Mehr.

Die Nase über dem Gebräu erschnuppert sodann einen leicht röstmalzigen Duft mit Noten von Nüssen, Roggenbrot und etwas Maische dahinter. Der Antrunk liefert einen schönen Röstmalzschwall ohne großartige Malzsüße mit einer wieder sehr früh einsetzenden Hopfenbittere, die mir hier aber nicht ganz so stark wie beim Anfang Februar verkosteten Weihnachtsbier erscheint. Im leicht säuerlichen Körper versuchen sich die Röstmalznoten von Nüssen, Roggenbrot und etwas Lakritz weiter zu entfalten – so recht kommen sie gegen den Hopfen aber nicht an, auch wenn der gar nicht so megakräftig ist. Im Abgang bindet die Hopfenbittere das Gebräu ab, ohne allzu lang auf Zunge und Gaumen haften zu bleiben.

Das Gundel Dunkles Gold der Brauerei Gundel präsentiert sich als süffiges dunkles Lager, dessen Hopfenbittere mit besser als bei vielen „hopfenschwachen“ Dunkeln gefällt.

Hier könnten für meinen Geschmack aber ausnahmsweise umgekehrt mehr prononcierte Röstmalzaromen präsent sein. Aber: Das Gebräu schmeckt mit jedem Schluck und bei etwas mehr Temperatur besser – was ja auch positiv ist…

In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!

Weitere Informationen: Brauerei Gundel

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