#460: Der Gundel Weihnachtsbock der Brauerei Gundel aus Barthelmesaurach in Mittelfranken

Bierprobe Gundel Weihnachtsbock der Brauerei Gundel von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

nach dem kürzlich verkosteten Weihnachtsfestbier gibt’s heute den Starkbier-Vetter aus derselben Braustätte: Und zwar den Gundel Weihnachtsbock der Brauerei Gundel aus Barthelmesaurach, einem Ortsteil der Gemeinde Kammerstein im Nordwesten des mittelfränkischen Landkreises Roth. Beim Festbier hatte ich gemutmaßt, hier könne Hopfenextrakt im Spiel sein – was Jörg und Noah Gundel im Nachgang per Instagram verneinten: „Die leicht herbere Note ist in der südlichen Nürnberger Gegend typisch“, so die Brauereichefs, siehe Kommentar hier. „Beim Weihnachtsbier haben wir diese gelöst, indem wir die leichte Bittere im Abgang nicht nur über den Hopfen, sondern auch über das eingesetzte Röstmalz gestaltet haben.“

Dies der heutigen Bierprobe vorausgeschickt. Also den Gundel Weihnachtsbock der Brauerei Gundel ins Glas befördert, in dem er sich filtriert und in einem bernsteinfarbenen Gewand optisch sehr ähnlich wie sein Festbierbruder zeigt. Auf dem mit mittelstarken 6,6 Volumenprozent eingebrauten Sud thront eine eher stabile, feinporige Schaumkrone; eine mittlere Zahl aufsteigender Kohlensäurebläschen kündet von ebensolcher Rezenz. Nun bin ich gespannt, wie sich dieses Starkbier geschmacklich schlägt.

Zunächst umschmeichelt die Nase ein getreidig-malziger Duft mit einer vernehmbaren Bitternote dahinter. Der Antrunk liefert einen Schwall von Malzaromen mit nur sehr geringer Süße und eine früh einsetzende, mittelkräftige Hopfenbittere. Im getreidigen Körper wetteifern die Malz- und Hopfenaromen um die Dominanz, die aber auch hier letzterer behält mit einer ins leicht grapefruitartigen Fruchtnote; dann und wann sticht noch etwas harzige Honigsüße durch den Hopfenflor. Im Abgang hallt auch hier die Bittere vernehmbar nach und bleibt auf Zunge und Gaumen haften.

Der Gundel Weihnachtsbock der Brauerei Gundel präsentiert sich als kräftiges Starkbier, das wie sein Festbier-Vetter stark auf der hopfigen Seite rangiert.

Laut Brauereiatlas.de produzieren Jörg und Noah Gundel in ihrer Hausbrauerei einen Jahresausstoß von rund 2500 Hektoliter – eine typische fränkische Kleinbrauerei also…

In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!

Weitere Informationen: Brauerei Gundel

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