#467: Der Weiherer Cervejaria Rauchbock der Brauerei Kundmüller aus Weiher in Oberfranken

Bierprobe Weiherer Cervejaria Rauchbock der Brauerei Kundmüller von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

mein heutiges rauchiges Starkbier stammt nicht aus der oberfränkischen Rauchbier-Hauptstadt, sondern dessen Umland: Denn ich verkoste den Weiherer Cervejaria Rauchbock der Brauerei Kundmüller aus Weiher, ein Ortsteil der Gemeinde Viereth-Trunstadt im westlichen Teil des Landkreises Bamberg. Aus dieser von Brauereichef Roland Kundmüller geleiteten Braustätte hatte ich mit dem Weiherer Rauch sowie dem Weiherer Oldskool Rauchweizen bereits zwei mit Rauchmalz eingebraute Sude vorgestellt.

Wo steht also gleich noch der Weiher-Willi? In diesem zeigt sich der Weiherer Cervejaria Rauchbock der Brauerei Kundmüller leicht trübe und in einem geradezu malerischen Bernstein. Obendrauf steht eine mittelstabile und mittelporige Schaumkrone; recht viele aufsteigende Kohlensäureperlen künden von mindestens mittlerer Rezenz dieses mit 7,0 Volumenprozent eingebrauten Sudes. Nun bin ich gespannt, ob sich dieses Gebräu ähnlich gut schlägt wie die anderen Kundmüller-Biere.

Beim Anschnuppern nimmt die Nase nur einen leicht rauchigen Duft mit deutlichen Noten von Malz, Biskuit und etwas Honig dahinter wahr. Der Antrunk beschert Zunge und Gaumen ebenfalls nur leichte Raucharomen, die dann von einem durchaus kräftigen Malzschwall und Honigaromen bei geringer Süße abgelöst werden. Im minimal säuerlichen Körper erweisen sich die Malzaromen tatsächlich als dominanter und drängen die Raucharomen sogar leicht in den Hintergrund. Hier beginnt auch bereits eine durchaus ordentliche Hopfenbittere, die in Richtung Bitterorange und ganz leicht Grapefruit dreht. Im Abgang hallt der Hopfen ordentlich nach – auch er überlagert den Rauch weitgehend.

Der Weiherer Cervejaria Rauchbock der Brauerei Kundmüller präsentiert sich als eigenständiges und komplexes Starkbier, das trotz aller Schwere gut läuft.

Auch bei diesem Sondersud handelt es sich um einen sogenannten „Collaboration Brew“ des Hauses Kundmüller mit dem befreundeten brasilianischen Craft-Brewer Alexandre Bazzo. Dieser mit vier Malz- und drei Hopfensorten eingebraute Rauchbock kam erstmals 2014 auf den Markt – und hat seitdem zahlreiche internationale Bierpreise abgeräumt…

In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!

Weitere Informationen: Brauerei Kundmüller

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