
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
und nach dem Pendant von Greif-Bräu gibt es direkt den nächsten Spezialtrunk für das größte Volksfest in Franken bei mir auf dem Balkon im Kölner Süden zur Bierprobe: Die Rede ist vom Annafestbier von St. Georgen Bräu aus Buttenheim im südöstlichen Teil des oberfränkischen Landkreises Bamberg.
Also flugs den Brauerei-Glaskelch aus dem Regal gekramt, in dem das Annafestbier von St. Georgen Bräu in einem filtrierten Bernstein rein optisch jedenfalls schon mal eine herausragende Figur macht. Obendrauf gibt’s eine mittelstabile und eher mittelporige Schaumkrone; die Rezenz wirkt optisch auch nicht allzu stark – im Gegensatz zu den 5,6 Volumenprozent Alkohol. Nun bin ich gespannt, was dieses Gebräu geruch- und geschmacklich zu bieten hat.
Die Nase umweht ein verlockender Duft nach Malz und Maische mit einigen Grasnoten sowie etwas Beerenfruchtartiges dahinter. Der Antrunk liefert ein schönes Malzpotpourri von helleren und dunkleren Mälzen ohne nennenswerte Süße. Im leicht-säuerlich und vor allem getreidigen Körper differenzieren sich die Malzaromen weiter aus, etwa in Richtung Roggenbrot und Nüsse, dabei eine leichte Beeren- und Apfelnote dahinter, die samt den Nüssen dann irgendwann fast in Richtung Marzipan kippt. Eine mittelstarke Hopfenbittere ist bereits hier präsent; sie bindet das Gebräu im Abgang eher auf floral drehend ab, aber die Bittere bleibt durchaus noch was länger auf Zunge und Gaumen haften.
Das Annafestbier von St. Georgen Bräu erweist sich als sehr malz-melangiges Festbier, das in Forchheim viele durstige Kehlen beglücken dürfte.
Das war es denn leider schon mit Festbieren von der 2024er Ausgabe vom Annafest für mich. Und je mehr ich solche leckeren Gerstensäfte verkoste, desto überzeugter bin ich von meinem Plan, dort nächstes Jahr endlich einmal persönlich vorbei zu schauen…
In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Weitere Informationen: St. Georgen Bräu