
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
heute hat sich mal wieder ein Gebräu aus einer neuen Braustätte in Mittelfranken zur Bierprobe auf meinem Balkon im Kölner Süden eingefunden: Und zwar das 1747 Original der Brauerei Zum Löwenbräu aus Neuhaus an der Aisch, einem Ortsteil der Gemeinde Adelsdorf im nördlichen Teil des mittelfränkischen Landkreises Erlangen-Höchstadt gelegen.
Im Glas zeigt sich das 1747 Original der Brauerei Zum Löwenbräu unfiltriert und in einem dunkel-goldgelben Gewand, obendrauf geziert von einer mittelstabilen und mittelporigen Schaumkrone. Der leicht trübe und mit 4,9 Volumenprozent Alkohol eingebraute Sud lässt gleichwohl einige Kohlensäureperlen erkennen, was auf eine mittlere Rezenz hindeutet. Ein optisch herausragendes Gebräu also, das die Vorfreude steigen lässt.
Die Nase erschnuppert sodann einen Duft nach Hellmalz, Brot und Biskuit mit leichter Zitrusnote dahinter. Der Antrunk umspült Zunge und Gaumen mit ordentlichen Malz- und Getreidearomen ohne nennenswerte Süße und einigen Zitrusaromen. Im getreidigen Körper weiten sich die Getreide- und Malzaromen etwas, viele Fruchtaromen sind hier aber nicht mehr dabei. Im Abgang rundet eine bestenfalls mittlere Hopfenbittere den Trunk ab.
Das 1747 Original der Brauerei Zum Löwenbräu präsentiert als süffiges fränkisches Lager, das geschmacklich fast in Richtung Pils neigt.
Der Trunk verdankt seinen Namen der Tatsache, dass sich die Brautradition der Familie Wirth in Neuhaus bis zu ebenjenem Jahr 1747 zurückverfolgen lässt. Damals heiratete der Bierbrauer und Büttnermeister Adam Wirth, ließ sich in Neuhaus nieder und gründete dort Brauerei und Gastwirtschaft. Heute leiten Benno Wirth und sein ältester Sohn Hans-Günther das Familienunternehmen mit Brauereigasthof, Hotel sowie einem unter Laubbäumen angelegten, nur wenige Gehminuten vom Gasthof entfernten Felsenkeller in der 9. und 10. Generation.
In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Weitere Informationen: Brauhaus Zum Löwenbräu