#491: Der Huppendorfer Josefi Bock der Brauerei Grasser aus Huppendorf in der Fränkischen Schweiz

Bierprobe Huppendorfer Josefi Bock der Brauerei Grasser von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

die Fastenzeit läuft nach offizieller katholischer Lesart noch bis heute, Gründonnerstagabend – daher möchte ich heute noch kurzfristig dieses Starkbier einwechseln: Die Rede ist vom Huppendorfer Josefi Bock der Brauerei Grasser aus Huppendorf bei Königsfeld im östlichen Teil des Landkreises Bamberg, der als Doppelbock speziell für die Zeit von Aschermittwoch bis Ostern eingebraut wird. Dieses neuerliche Gebräu von einer meiner Lieblings-Braustätten in ganz Franken verdanke ich einem sehr gutem fränkischen Kumpel, der mir erst gestern ein größeres Paket mit seltenen fränkischen Suden überreicht hat.

Für den Huppendorfer Josefi Bock der Brauerei Grasser scheint mir der Braustätten-eigene Willibecher das geeignete Behältnis. In diesem zeigt sich das Starkbier in einem filtrierten, goldgelben Gewand zwar ansprechend, aber zunächst auch vergleichsweise unspektakulär, aber immerhin geziert von einer mittelstabilen, feinporigen Schaumkrone. Die 18,6 Prozent Stammwürze sorgen für einen Alkoholgehalt von 7 Volumenprozent; zudem künden wenige aufsteigende Kohlensäurebläschen von einer niedriger Rezenz. Bleibt der Trunk auch geruch- und geschmacklich bescheiden?

Mitnichten, denn die Nase wittert bald nach dem Eingießen einen grasig.getreidigen Duft mit leichter, aber vernehmbarer süßlicher Note dahinter. Der Antrunk beschert den Geschmacksknospen einen ordentlichen Malzschwall ohne nennenswerte Süße, bis sehr frühe eine recht kräftige Hopfenbittere einsetzt. Im fast schlank zu nennenden Körper breiten sich die malzigen Getreidearomen etwas aus, weiterhin unterlegt von einem kräftigen Hopfenflor. Dann und wann blitzt aber eine minimale und leicht harzige Waldhonignote als Kontrast zur Bittere hindurch. Im Abgang hallt die Hopfenbittere vernehmbar nach und bleibt länger auf Zunge und Gaumen haften.

Beim Huppendorfer Josefi Bock der Brauerei Grasser zeigt der Spalter Aromahopfen, was er kann – und verhindert so jedwede Mastigkeit.

Anders ausgedrückt: Ein kräftiger und ordentlich auf der bitteren Seite rangierender Doppelbock, der gleichwohl gut läuft… also Vorsicht!

In diesem Sinne: Euch allen ein schönes Osterwochenende!
Jooß & Alaaf us Kölle!

Mehr Informationen: Brauerei Grasser – Huppendorfer Bier

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