
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
das heutige Starkbier stammt aus Mittelfranken: Die Rede ist vom Hauf Dinkelator der Brauerei Hauf aus Dinkelsbühl im südwestlichen Teil des mittelfränkischen Landkreises Ansbach. Der Doppelbock jener Familienbrauerei ist nur saisonal zwischen Oktober und April erhältlich. Mein Stammbierdealer Beerolution in Troisorf hat die Hauf-Biere seit einiger Zeit im Stammsortiment, es werden also noch diverse weitere Gebräue folgen.
Also wieder den Hauf-Pallasbecher aus dem Regal genestelt, in dem der Hauf Dinkelator der Brauerei Hauf in einem filtrierten Bernstein mehr als ansehnlich steht. Die Schaumkrone erweist sich eher als flüchtig und dabei mittelporig; für einen Bock sind durchaus viele Kohlensäurebläschen sichtbar in diesem mit kräftigen 7,4 Volumenprozent Alkohol eingebrauten Doppelbock. Dieser verströmt direkt nach dem Eingießen auch einen sehr bock-typischen und leckeren, aber auch gefährlich anmutenden Duft nach Röstmalz, Rumtopf und so etwas wie einer „Ahnung von Alkohol“, wie ich es in der Form noch nie erlebt habe und nur bei mir dachte: „Pass mal lieber damit auf!“
Der Antrunk liefert die erwartete Röstmalzsüße gemeinsam mit Aromen von Rosinen und dunklen Beerenfrüchen. Im wenig säuerlichen Körper breiten sich die Malzaromen weiter aus in Richtung Rumtopf sowie rote und schwarze Johannisbeere, mit gelegentlichen Andeutungen einer harzigen Waldhonigbittere. Am Ende rundet eine bestenfalls mittlere und eher florale Hopfenbittere das Gebräu ab.
Der Hauf Dinkelator der Brauerei Hauf präsentiert sich als überaus leckeres, aber auch schweres Starkbier – mastig wäre aber das falsche Wort.
Immerhin fühle ich mich hier geschmacklich von meinem olfaktorischen Ersteindruck bestätigt. Also aufpassen bitte…
In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Weitere Informationen: Brauerei Hauf