#485: Der Keesmann Bock der Brauerei Keesmann aus Bamberg in Oberfranken

Bierprobe Keesmann Bock der Brauerei Keesmann von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

zwar hat diese Brauerei auch noch einen speziellen Josephi-Bock in der Fastenzeit im Angebot, den habe ich bisher aber noch nicht ergattert. Stattdessen soll es heute dieses festliche Starkbier sein: Und zwar der Keesmann Bock der Brauerei Keesmann aus der kreisfreien oberfränkischen Stadt Bamberg. Eine der wenigen Brauereien in ganz Franken, die ich inzwischen sogar bereits mehrfach besucht habe, siehe mein Vor-Ort-Bericht vom vergangenen Jahr.

Unter anderem deshalb verfüge ich über die passenden Behältnisse; statt dem Lager-Glaskrug wähle ich hier aber doch lieber den neutraleren Brauerei-Willibecher. In diesem präsentiert sich der Keesmann Bock der Brauerei Keesmann filtriert und in einem geradezu strahlenden Goldgelb. Auf dem Gebräu thront eine eher flüchtige und dabei feinporige Schaumkrone; ausweislich der aufsteigenden Bläschen verfügt der mit stolzen 7,5 Volumenprozent Alkohol eher über eine mittlere Rezenz. So weit, so unspektakulär – hat dieses Gebräu noch eine Überraschung in petto?

Immerhin, nach dem Eingießen verströmt das Gebräu einen vernehmbaren Honigduft, die Nase erschnuppert zudem Getreide- und Hellmalznoten. Der Antrunk umspült Zunge und Gaumen mit einem ordentlichen Hellmalzschwall samt leichter Honigsüße und etwas Zitrusfruchtigkeit. Im getreidigen Körper weitet sich das Malzbouquet ein wenig, dazwischen treten Fruchtaromen von Mirabelle und grünem Apfel hervor, was in der Form durchaus ungewöhnlich ist. Den Abgang rundet eine leichte bis mittlere Hopfenbittere ab, hier bleibt jedoch eher das Apfel-Mirabellen-Potpourri auf Zunge und Gaumen haften – was ja angesichts der sonst eher hopfenbetonten Keesmann-Biere wie dem Keesmann Lager und dem Herrenpils recht ungewöhnlich ist.

Der Keesmann Bock der Brauerei Keesmann erweist sich als ungewöhnliches und auf der deutlich fruchtigen Seite eingebrautes Starkbier.

Mehr noch: Für ein Bier dieser Stärke ist der Kessmann Bock wirklich geradezu gefährlich süffig…

In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!

Weitere Informationen: Brauerei Keesmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert