#457: Der Mönchsambacher Weihnachtsbock der Brauerei Zehendner aus Mönchsambach in Oberfranken

Bierprobe Mönchsambacher Weihnachtsbock der Brauerei Zehendner von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

Beerolution-Mitinhaber Markus Görtz hat vor einiger Zeit mal wieder ein tolles Gebräu vor Ort in Franken besorgt, das ich am vergangenen Wochenende endlich in Troisdorf abgeholt habe: Die Rede ist vom Mönchsambacher Weihnachtsbock der Brauerei Zehendner aus Mönchsambach bei Burgebrach im südwestlichen Teil des oberfränkischen Landkreises Bamberg. Bisher haben mir alle Sude von Braumeister und Inhaber Stefan Zehendner ausnehmend gut gefallen – umso größer ist jetzt also die Vorfreude.

Im Glas zeigt sich der Mönchsambacher Weihnachtsbock der Brauerei Zehendner zunächst vergleichsweise unauffällig, nämlich unfiltiert und in einem zwischen Dunkel-Honiggelb und Hell-Bernstein liegendem Farbton. Die mittelstabile und mittelporige Schaumkrone rundet den optischen Eindruck ab. Wenige Kohlensäurebläschen lassen auf eher niedrige Rezenz dieses mit 7,0 Volumenprozent eingebrauten Sudes schließen. So weit, so unspektakulär – gleichwohl steigt die Spannung weiter.

Tatsächlich erschnuppern die Geruchsknospen bald nach dem Eingießen einen Duft nach Malz und eine schon hier vernehmbaren, ins Grapefruitartige gehende Fruchtbittere. Der Antrunk liefert den Geschmacksknopsen einige Malznoten von Getreide und Brotkruste mit nur leichter Süße; dafür sind die eben erschnupperten Hopfenaromen von Grapefruit und Orangenschalen samt zugehöriger Bittere fast von Anfang an präsent. Im malzigen Körper dominieren ebenfalls die Hopfenaromen nach Kräutern und Bitterorange, sie lassen aber dann und wann noch eine leicht-harzige und nur gering ausgeprägte Honigsüße hindurchblitzen, was einen schönen Kontrast ergibt. Im Abgang hallt die Hopfenbittere noch vernehmbar nach und bleibt länger auf Zunge und Gaumen haften.

Der Mönchsambacher Weihnachtsbock der Brauerei Zehendner erweist sich als kräftiges Starkbier deutlich auf der hopfigen Seite.

Trotz des vergleichsweise hohen Alkoholgehalts läuft auch dieses Zehendner-Bier sehr gut, daher Obacht…

In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!

Weitere Informationen: Privatbrauerei Zehendner

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