
Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,
nach dem Hellen vor einigen Wochen gibt’s es in der heutigen Bierprobe auf meinem Balkon im Kölner Süden das nächste Gebräu einer der jüngsten Braustätten hier im Blog: Die Rede ist vom Spezial von Bösbach Bräu aus Niederhofen, einem Gemeindeteil der Kreisstadt Weißenburg im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Die im Jahr 2023 gegründete Mikrobrauerei liegt auf einem Alpakahof – aus jenem Grund ziert ein ebensolches Tier das Brauerei-Logo. Die seltenen Sude vom lokalen Flüsschen Bösbach sind praktisch nur vor Ort erhältlich, von wo sie mir mein guter fränkischer Kumpel vor einiger Zeit mitgebracht hat.
Im Glas präsentiert sich auch das Spezial von Bösbach Bräu unfiltriert und in einem strahlenden Honiggelb bei 5,2 Volumenprozent Alkohol. Wie das Helle verfügt auch dieses Bier über eine sehr stabile Schaukrone, die zudem von unten von fast sprudelnden Kohlensäurebläschen angetrieben wird. Wie verlockend es hier wohl weitergeht?
Die Nase erschnuppert jedenfalls einen stark getreidig-biscuitmäßigen Duft mit ordentlicher Zitrus- und auch leichter Honignote dahinter. Der Antrunk liefert dann eine malzige Fruchtnote, die in Richtung Aprikose und Birne geht; zudem ist hier eine leichte Honigsüße mit an Bord. Im hefig-säuerlichen Körper machen die fruchtigen Malznoten Platz für die Honigaromen, so dass sich eine leichte Süße im Mundraum ausbreitet. Den Abgang bereitet eine leichte, aber gleichwohl präsente und alsbald ins Florale drehende Hopfenbittere.
Das Spezial von Bösbach Bräu präsentiert sich als ziemlich süffiges und leckeres helles fränkisches Lager – wirklich top.
Mehr Biere als das Helle und dieses Spezial hat die Brauerei aus Niederhofen derzeit nicht im Angebot – vom Fass gibt’s diese Gebräue neben dem Hofladen aktuell nur in zwei Bars in Weißenburg.
In diesem Sinne – wohl bekommt’s.
Alaaf & Jrooß us Kölle!
Weitere Informationen: Brauerei Bösbach