#106: Der Bonator Doppelbock der Weißenoher Klosterbrauerei aus Weißenohe in der Fränkischen Schweiz

 

Bierprobe Bonator Doppelbock der Weißenoher Klosterbrauerei von FrankenBierFreund

Servus liebe Frankenbier-Gemeinde,

auch eine meiner Lieblingsbrauereien hat saisonal im Winter ein Starkbier im Angebot – und das gibt’s heute bei mir in der Bierprobe: Die Rede ist vom Bonator Doppelbock der Weißenoher Klosterbrauerei aus ebenjenem Weißenohe im südlichen Teil des oberfränkischen Landkreises Forchheim gelegen, also am südlichen Rand der Fränkischen Schweiz.

Im passenden Willibecher präsentiert sich der Bonator Doppelbock der Weißenoher Klosterbrauerei filtriert in einem fast strahlenden Dunkel-Kupfer – das kommt schon mal standesgemäß und repräsentativ herüber. Dazu trägt gewiss auch die vergleichsweise stabile und feinporige, cremefarbener Schaumkrone bei. Ausweislich kaum aufsteigender Bläschen verfügt der Sud über eine niedriger Rezenz, dafür protzt er geradezu mit wuchtigen und auch beeindruckenden 8,0 Volumenprozent Alkohol. Jetzt freue ich mich umso mehr aufs Erschnuppern und Antrinken.

Die über den Trunk geschobene Nase vernimmt jedenfalls alsbald nach dem Eingießen einen schönen, brotig-röstmaligen Duft und ganz leichte Rumtopfnoten dahinter. Der Antrunk beschert Zunge und Gaumen einen kräftigen Schwall von Rumtopfaromen, aber gar nicht so eine große Süße, dazu gibt es Noten von Toffee, Marzipan und dunkler Schokolade. Im kräftigen, aber nicht mastigen Körper treffen die Röstmalzaromen von Nuss- und Karamell auf  Rumtopf-artige Fruchnotenauf, vor eine früh einsetzende und gar nicht so unkräftige Hopfenbittere einsetzt, die dann im Abgabg leicht nachhallt. Alles in allem:

Der Bonator Doppelbock der Weißenoher Klosterbrauerei präsentiert ein tolles und sehr rundes Potpourri von fruchtig-nussigen Aromen.

All das verbirgt im übrigen den Alkohol dieses Trunks sehr. Die vielen Geschmacksnoten verdankt der Bonator Doppelbock der Weißenoher Klosterbrauerei einer Mischung verschiedener Spezialmalze, die in einem traditionellen und aufwändigen Kochmaischverfahren im Brauprozess aufbereitet werden. Zugleich bleibt der Trunk für einen Doppelbock jener Schwere immer auch süffig und gefällig – ein wirklich hervorragender Gerstensaft, geradezu ein Vorbild in der Kategorie Doppelbock.

Seinen Namen verdankt das Gebräu dem heiligen Bonifatius, auf den das Kloster Weißenohe als ehemalige Benediktinerabtei im 11. Jahrhundert geweiht wurde; plus natürlich die typische Endung „-ator“, welche Brauer gerne ihren Starkbieren verleihen.

In diesem Sinne – wohl bekommt’s!
Alaaf & Jrooß us Köln!

Weitere Informationen: Klosterbrauerei Weißenohe

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